Wie schädlich ist Aluminium eigentlich?

Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste und somit weit verbreitet. Es ist nicht nur ein wichtiger Rohstoff für die Industrie, sondern kommt auch auf natürlichem Weg in Nahrungsmitteln und Trinkwasser vor. Die Industrie verwendet Aluminium sehr gern für Verpackungen, Haushaltswaren, Getränkeflaschen oder Geschirr und Autoteile. Aus der Küche ist die allseits bekannte Alufolie kaum mehr wegzudenken.
Natürlich wird niemand auf die Idee kommen ein Stück davon zu essen, oder plötzlich an seiner Trinkflasche zu knabbern – Aluminium findet tagtäglich den Weg in unseren Körper ohne dass wir es wissen. Die ist ganz natürlich und auch kaum vermeidbar. Wie bei vielen Schadstoffen spielt bei Aluminium natürlich die aufgenommene Menge die entscheidende Rolle.

Die wichtigste bekannte Quelle für Aluminium ist die Nahrung. Da es ein sehr häufiges Element ist, taucht es in gewissen Mengen in fast allen Nahrungsmitteln auf, besonders in getrockneten Kräutern und Gewürzen. Aber auch Schokoladenprodukte besitzen einen relativ hohen Anteil. Jedoch wird nur ein Bruchteil davon durch den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Auch im Trinkwasser findet sich eine geringe Menge an Aluminium.
Des Weiteren ist es Bestandteil von manchen Impfstoffen oder in einigen Tabletten (etwa gegen Sodbrennen). Viele so genannte Antitranspirantien (Deoroller, -stifte, -sprays) beinhalten ebenfalls Aluminiumverbindungen, die in geringen Teilen über die Schweißdrüsen ebenfalls in den Körperkreislauf gelangen.

Bei diesem Thema besteht noch keine generelle Einigkeit unter den Experten. Prinzipiell kann Aluminium das Gehirn schädigen. Beispielsweise bei Dialysepatienten in den 1970er Jahren beobachteten Ärzte, wie diese Symptome entwickelten, die an eine Demenz erinnerten. Damals enthielten Dialyseflüssigkeiten hohe Konzentrationen von Aluminiumsalzen, die offenbar viele Prozesse in den Gehirnen der Patienten störten. Außerdem kam es bei den Patienten zu Knochenschmerzen, -brüchigkeit und zu Blutarmut.
Inzwischen enthalten die Flüssigkeiten meist keine Aluminiumsalze mehr und diese Folgebeschwerden sind somit verschwunden. Dennoch haben sie gezeigt, auf welche Organe und Gewebe sich Aluminium in hohen Mengen auswirken kann.

Wie bei vielen Dingen, macht die aufgenommene Menge den Unterschied. Das wir täglich Aluminium aufnehmen, ist ganz natürlich. Fast alles davon wird wieder ausgeschieden. Der tolerierbare wöchentliche Aufnahmewert liegt bei einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Da heißt: wöchentlich nicht mehr als 60mg bei 60kg Körpergewicht. Darüber, wieviel Aluminium über die unterschiedlichen Pfade wirklich in den Körper gelangen, sind sich die Fachleute noch uneins. Sie raten jedoch, wo es ohne großen Aufwand möglich ist, auf Aluminium zu verzichten.

Wie viel Aluminium kann aus Grillschalen, Trinkflaschen, Campinggeschirr und Alufolie in unsere Lebensmittel übergehen? Insbesondere Säure und Hitze sind in der Lage, das Metall aus den Behältern und der Verpackung zu lösen. Säurehaltige Säfte und aufgebrühte Früchtetees sollte nach Möglichkeit nicht in Alu-Trinkflaschen gefüllt werden. Noch mehr Aluminium löst sich bei der Zubereitung von marinierten Speisen in Campinggeschirr und Alu-Grillpfannen oder -schalen.

Deshalb unser Tipp: Auf Alu-Grillschalen und Trinkflaschen verzichten und Alufolien weder im Backofen, noch auf dem Grill verwenden. Stattdessen lieber auf Produkte aus Edelstahl zurückgreifen. Aufgeschnittene Zitronen oder Ähnliches sollten ebenfalls nicht mit Alufolie umwickelt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Immer mehr Hersteller werben mit “0 % Aluminium“. Grund dafür ist die steigende Zahl der Menschen, die beim Deo-Kauf bewusst auf die Inhaltsstoffe blicken. In der Kosmetik wird das Metall vor allem in Form von Aluminiumsalzen in Antitranspirantien verwendet, um die Schweißbildung zu unterbinden. Die Eiweißbausteine der Haut verbinden sich dabei mit den Salzen und bilden kleine Klümpchen, die die Feuchtigkeitsabgabe bremsen. Dadurch wird eine sehr geringe Menge Aluminium aufgenommen, die aber den bereits erwähnten Aufnahmewert nicht überschreitet. Problematischer wird es bei frisch rasierten Achseln. Bei der Rasur entstehen winzig kleine Risse in der Haut, durch die eine wesentlich größere Menge Aluminiumsalze aufgenommen wird.

Unser Tipp: Probieren Sie Deos mit ätherischen Salbei-, Inger- oder anderen Ölen aus. Diese verstopfen die Poren weniger und bekämpfen stattdessen die Bakterien, die den unangenehmen Schweißgeruch hervorrufen.