Infektionsschutz durch die richtige Hygiene

Der Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus nimmt derzeit einen hohen Stellenwert ein: Es ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die jeder mitträgt und durch sein Handeln beeinflussen kann.

Das A und O: Händewaschen!

Diese Maßnahme klingt zunächst banal, ist aber sehr effektiv. Täglich sind unsere Hände mit zahlreichen Gegenständen in Berührung, wir fassen uns selbst ins Gesicht oder begrüßen andere durch einen Handschlag – so entsteht eine unmittelbare Übertragung der Krankheitserreger. Beim Waschen mit Seife wird die Hülle der Viren, die aus Fettsäuren (Lipide) besteht, zerstört. Auf diese Weise werden sie unschädlich gemacht. Da Lipide jedoch wasserunlöslich sind, reicht einfaches Abspülen unter dem kühlen Nass nicht aus.

Die Empfehlung zum richtigen Händewaschen:
Mindestens 20 Sekunden gründlich mit Wasser und Seife, danach gut abtrocknen.

Dieses Ritual sollte man regelmäßig in seinen Alltag integrieren: Nach dem Toilettengang, vor und nach dem Essen, wenn Sie nach Hause kommen und natürlich, wenn Sie selbst erkältet sind. Nach dem Husten oder Niesen sollte das Händewaschen routinemäßig erfolgen. Wechseln Sie Zuhause regelmäßig die Handtücher und verwenden Sie in öffentlichen Toiletten, wenn möglich, Papiertücher zur Einmalbenutzung. 

Auf Distanz

Bei einer normalen Krankheitswelle reicht es in der Regel aus, wenn im sozialen Leben eine Weile auf den Handschlag oder Umarmungen verzichtet wird. Aufgrund des Coronavirus gehen diese Empfehlungen zum Infektionsschutz nun aber noch weiter: "Social Distancing", also soziale Distanz ist der Begriff, der jetzt in aller Munde ist. Er beschreibt den Rückzug in das eigene Zuhause und den engsten Familienkreis, das Meiden von öffentlichen Plätzen (sofern sie noch zugänglich sind) und das Einhalten des generellen Abstands zu anderen, sollte ein Aufeinandertreffen beispielsweise im Supermarkt unumgänglich sein. Was sonst im normalen Miteinander vielleicht unhöflich erscheinen mag, ist aktuell eine verantwortungsvolle Entscheidung, die jeder – auch aus Rücksicht auf andere – treffen sollte.

Einladungen im Freundeskreis oder Familienfeiern sollten Sie auf einen späteren Zeitpunkt verlegen, größere Menschenansammlungen grundsätzlich vermeiden. Halten Sie stattdessen Kontakt über Videotelefonie, eMail oder Smartphone.

"Richtig" husten und niesen

Trotz der Verbreitung des Virus ist die Erkältungs- sowie Grippewelle natürlich nicht ausgesetzt. Eine Ansteckung mit diesen Infektionskrankheiten zu verhindern ist weiterhin wichtig, allein um das Gesundheitssystem gegenwärtig zu entlasten. Doch auch sonst sollte aus Höflichkeit nicht auf eine gute Husten- und Niesetikette verzichtet werden.
Entgegen der Gewohnheit vieler bedeutet dies: Nicht die Hände vorhalten. Sollte kein Taschentuch zur Hand sein, husten oder niesen Sie in Ihre Armbeuge. So werden die Viren nicht in der Luft versprüht und können später weniger leicht übertragen werden.
Aus Hygienegründen sind Papiertaschentücher grundsätzlich denen aus Stoff vorzuziehen – das gilt jedoch nur, wenn sie dann wirklich nach einmaliger Benutzung entsorgt werden.

Nicht ins Gesicht fassen

Versuchen Sie einmal, eine halbe Stunde lang Ihr Gesicht nicht mit den Händen zu berühren. Das ist schwer? Tatsächlich fassen wir uns im Laufe des Tages aus zahlreichen Gründen immer wieder an den Mund, die Nase, das Auge oder legen den Kopf in unsere Hände. Dabei ist das für Viren der ideale Weg, um über die Atemwege ungehindert in unseren Körper zu gelangen. Deswegen sollten Sie, so weit wie möglich, Berührungen im Gesicht vermeiden. Machen Sie sich das Thema bewusst und lenken Sie Ihre Hände ab, aber versteifen Sie sich nicht darauf – sonst wird der Impuls, sich unbedingt an die Wange oder das Kinn fassen zu müssen nur umso größer. Sollte es sich gar nicht vermeiden lassen, können Sie Papiertaschentücher nutzen, um nicht ständig direkt mit Ihrem Gesicht in Berührung zu kommen. Wenn das alles nicht hilft, legen Sie noch mehr Wert als ohnehin angeraten ist auf die richtige Handhygiene.