Wasser Elixier des Lebens

Sicher haben Sie heute bereits etwas getrunken oder gegessen, sich gewaschen und anschließend Kleidung angezogen. So alltäglich wie diese Verrichtungen erscheinen, ohne Wasser wären sie nicht möglich. Wir benötigen es nicht nur zur Herstellung von Nahrung oder zur Körperpflege, sondern auch für die Textilindustrie und vieles mehr.
Fast drei Viertel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Davon sind jedoch nur drei Prozent Süßwasser und lediglich 0,3 Prozent Trinkwasser.
Täglich werden pro Person zwischen 120 und 140 Liter Wasser verbraucht. Diese Menge erscheint besonders beachtlich, wenn man bedenkt, dass sie vor 100 Jahren noch bei etwa 20 Litern lag. Doch nicht nur für unsere Alltagsverrichtungen, auch für unseren Körper ist Wasser unersetzlich. Wir selbst bestehen zu 50 bis 70 Prozent aus der Flüssigkeit. Sie ist an den Stoffwechselvorgängen beteiligt und hilft, unsere Körpertemperatur zu halten. Kurzum: Ohne Wasser wäre unser Leben nicht möglich.

Wenn es um gesunde Ernährung und eine ausgewogene Lebensweise geht, wird stets auch die Wichtigkeit des Trinkens hervorgehoben. Täglich sollten es mindestens 1,5 Liter sein, bei hohen Temperaturen oder körperlicher Anstrengung entsprechend mehr. Nehmen Sie nicht genügend Wasser auf, bemerken Sie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und eine nachlassende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Es gibt mehrere Arten von Trinkwasser, die sich nach ihrer Zusammensetzung, Herkunft und somit auch ihrem Geschmack unterscheiden. Das Mineralwasser kommt direkt aus der Quelle und hat vorher viele Schichten unterirdisches Gestein durchlaufen. Auf diese Weise wird es zum einen gefiltert, zum anderen mit Mineralien angereichert. So enthält es zum Beispiel Calcium oder Magnesium. In Deutschland existieren etwa 250 Mineralwasserquellen. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung der Gesteine schmeckt es in jeder Region anders.
Auch Quellwasser wird direkt vor Ort abgefüllt, allerdings muss der Mineralgehalt keinen Vorgaben entsprechen. Ebenso benötigt es, im Gegensatz zum Mineralwasser, keine amtliche Anerkennung.
Eine industriell hergestellte Mischung von Wasser aus verschiedenen Quellen wird Tafelwasser genannt. Dieses darf sowohl Mineralwasser, Quellwasser, Leitungswasser als auch Meerwasser in unterschiedlichen Mengen enthalten. Tafelwasser benötigt ebenfalls keine amtliche Anerkennung und darf auch in großen Behältern, wie beispielsweise Wassertanks, transportiert werden.
Doch nicht nur Wasser aus Flaschen, auch das Leitungswasser unterliegt hierzulande strengen Kontrollen und ist so in fast jedem Haushalt ohne Bedenken trinkbar.

Die "heilende Kraft des Wassers" ist kein Mythos: Verschiedene Anwendungstherapien nutzen das Element, um Erfolge bei der Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen zu erzielen. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten.
So wird z.B. Heilwasser als Trinkkur genutzt. Dieses unterscheidet sich von herkömmlichen Trinkwasser durch seine spezielle Anreicherung und Kombination von Mineralien. Solebäder wirken lindernd bei Hauterkrankungen. Beliebt und bekannt sind ebenfalls die Kneipp-Kuren, die nach ihrem Erfinder, dem Pfarrer Sebastian Kneipp, benannt sind. Auch wenn diese schon über 150 Jahre alt sind, gelten die Therapiemaßnahmen noch heute als wirksam und sind zudem leicht zu Hause anzuwenden: Beim "Wassertreten" laufen Sie knietief durch das kalte Nass, bei den Kneipp’schen Güssen wird ein Wasserstrahl auf die zu behandelnde Körperstelle gerichtet. Ebenso wie mit Wechselbädern, also eine Steigerung von warmen zu kaltem Wasser und wieder zurück, regen sie so die Durchblutung an und stärken Ihr Immunsystem.

Als bewährte Hausmittel sind die Inhalation mit Wasserdampf bei Schnupfen, Asthma und anderen Atemwegserkrankungen sowie verschiedene Wickel seit jeher bekannt. Letztere können als kalte Wickel bei Fieber oder Gelenkschmerzen sowie als warme Brustwickel bei Erkältungen oder Erkrankungen der Atemwege eingesetzt werden.

Wasser hat eine beruhigende und entspannende Wirkung. Das stetige Plätschern eines Bachlaufes, das Rauschen des Meeres oder der gleichmäßige Rhythmus eines Wasserspiels unterstützen Ihr Wohlbefinden und helfen Ihnen beim Abschalten.

Doch es geht auch außergewöhnlicher. Haben Sie schon einmal "Floating" ausprobiert? Bei dieser Entspannungstechnik schweben Sie schwerelos im warmen Solebad – und das in einem abgedunkelten und schallisolierten Tank. Somit sind Sie abgeschottet von jeglichen Sinnesreizen und können sich vollkommen fallen lassen. Falls Ihnen dies zu beklemmend erscheint, versuchen Sie die Wellness-Variante in einem offenen Becken.

Eine andere Möglichkeit ist das "Aqua-Balancing". Es verbindet Entspannungsübungen, Massage und Atemtechniken, die Sie gemeinsam mit einem Trainer durchführen. Auch herkömmliche Wassergymnastik oder Schwimmen sorgen für Bewegung und Stressabbau. Besonders bei Gelenkbeschwerden oder Übergewicht ist die sportliche Betätigung im Wasser zu empfehlen, da es den Körper entlastet.

Zu Hause können Sie nach einem langen und anstrengenden Tag ein warmes Wannenbad mit ätherischen Ölen oder anderen Badezusätzen genießen. Dies hilft Ihnen, Verspannungen zu lösen, zur Ruhe zu kommen und Ihre Energiereserven aufzuladen.