Bunte Nägel ohne Risiken

Glänzend, leuchtend, pastellfarben: Nagellack ist ein beliebtes Schönheitsmittel. Die vielfältige Produktpalette macht es möglich, die eigenen Hände in kurzer Zeit zum individuellen Hingucker zu gestalten - aber dabei auf die richtige Lackauswahl achten.

Besonders im Sommer sorgen bunte Nägel an Händen und Füßen für gute Laune. Die Möglichkeiten sind dabei zahlreich: In der riesigen Farbpalette, vom roten Klassiker bis hin zu natürlichen Nude-Tönen, findet jeder den passenden Anstrich. Je nach Geschmack oder Anlass können Sie sich außerdem für einen glänzenden oder einen matten Nagellack entscheiden. Mit Glitzerpartikeln oder Pailletten eignet er sich besonders als Accessoires für die Abendgarderobe. Oftmals wird auch bei brüchigen Nägeln zum Lack gegriffen, um diese zu stärken und ihnen durch die zusätzliche Schicht mehr Widerstandskraft zu geben. Aber ist die regelmäßige Anwendung dieses Kosmetikproduktes wirklich zu empfehlen? Schließlich hört man immer wieder von im Nagellack enthaltenen Stoffen, welche gesundheitliche Risiken mit sich bringen sollen. Wir sagen Ihnen, wie Sie unbesorgt Farbe bekennen können.

Bedenkliche Stoffe im Nagellack vermeiden

Grundsätzlich ist der Lack für die Nägel selbst nicht schädlich, da sie aus abgestorbenen Zellen (Horn) bestehen. Es gibt im Nagel also keine Poren oder durchlässige Membranen, durch welche die Farbe in die Haut gelangen könnte. Auf die Haut kommt sie hingegen schnell, wenn ein Pinselstrich einmal daneben gegangen ist. Hier ist Vorsicht geboten, denn im Nagellack enthaltene Stoffe wie Formaldehyd, Methylbenzol oder Toluol können Allergien auslösen. Zwar verzichten viele Hersteller mittlerweile auf diese, trotzdem empfiehlt es sich, achtsam beim Auftragen des Lackes zu sein: Wenn möglich, sollte nichts davon auf die empfindliche Nagelhaut gelangen.

Wenn Sie jedoch auf Nummer sicher gehen möchten, greifen Sie am besten zu einem ökologischen Nagellack. Dieser ist nicht nur für Menschen, die zu Allergien neigen, empfehlenswert. Er enthält keine giftigen Inhaltsstoffe und wird ohne die Verwendung von Tierversuchen hergestellt – so können Sie die Maniküre mit gutem Gewissen angehen. 

Kosmetik mit Vor- und Nachteilen

Ein unerwünschter Nebeneffekt, der sich nach häufigem Lackieren einstellt, sind gelbliche Verfärbungen des Nagels. Sie werden durch die im Lack enthaltenen Pigmente hervorgerufen. Dieses unschöne Ergebnis können Sie vermeiden, indem Sie vorher einen schützenden Unterlack auftragen. Trotzdem sollten Sie immer wieder eine Weile auf Nagellack verzichten, damit Sie sich weiterhin an starken, gesunden Nägeln erfreuen können und dauerhafte Verfärbungen vermeiden. Der Lack kann aber auch positiv wirken: So schützt er die Nägel beispielsweise vor Austrocknung und enthält Wirkstoffe, die sogar pflegen. 

Schonendes Entfernen

Doch nicht nur bei der Wahl des Nagellackes gibt es einiges zu beachten. Auch Ihren Nagellackentferner sollten Sie vor der ersten Anwendung entsprechend unter die Lupe nehmen. Beinhaltet er Aceton, macht dies die Nägel trocken, spröde und in der Folge brüchig. Produkte mit diesem Inhaltsstoff sollten Sie deshalb meiden. Bevorzugen Sie stattdessen solche, die ölhaltig sind und den Nagel mit Feuchtigkeit versorgen. Prinzipiell sollte Nagellackentferner nicht auf der Haut angewendet werden, da diese darauf allergisch reagieren kann. Der zudem meist stechende Geruch reizt die Schleimhäute, weshalb Sie das direkte Einatmen des Entferners vermeiden sollten.