Make-up – Freund oder Feind der Haut?

Gehen Sie ohne Puder und flüssiger Foundation nicht aus dem Haus oder mögen Sie lieber einen natürlichen Teint? Beim Make-up gehen die Meinungen in vielerlei Hinsicht auseinander. Dabei entscheidet nicht nur das Aussehen. Manche Nutzerin ist davon überzeugt, ihre Haut mit der Schminke nicht zu belasten sondern ihr im Gegenteil sogar etwas Gutes zu tun. Auch die Hersteller werben, indem sie weniger Unreinheiten, mehr Feuchtigkeit und den Inhalt von pflegenden Mineralstoffen versprechen. Kritiker hingegen lehnen die dekorative Kosmetik mit der Begründung ab, die Haut könne damit nicht richtig atmen und würde schneller altern. Welche Ansicht stimmt nun – ist Make-up ein Freund oder Feind der Haut? Wir haben diese Frage einmal genauer beleuchtet und stellen Ihnen hier das Ergebnis vor.

Schlechter Ruf aus vergangenen Zeiten

Schlechter Ruf aus vergangenen Zeiten

Kosmetik ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern schon bei unseren Vorfahren beliebt: Nicht umsonst galt die geschminkte Königin Cleopatra in Ägypten als Schönheitsideal. Der Teint spielte dabei seit jeher eine entscheidende Rolle. Möglichst blass sollte er unter anderem im Mittelalter und der Renaissance sein, gebräunte Haut hingegen galt lange als Kennzeichen der Unterschicht, die im Freien harte Arbeit verrichten musste.
Seinen teilweise schlechten Ruf verdankt das Make-up wahrscheinlich solchen Negativbeispielen: Für ihre vornehme Blässe verwendeten die Damen dieser Zeit Bleiweiß. Der giftige Stoff führte zu Abszessen und sogar zum Tod.

Ab dem 19. Jahrhundert verbesserte sich die Qualität stark, nun wurde bei der Schminke auch auf die Gesundheit der Anwender geachtet. Heutzutage enthält Make-up verbesserte Inhaltsstoffe, so dass die meisten Produkte bei moderater Nutzung tatsächlich pflegend wirken. Zudem enthalten sie in der Regel einen Lichtschutzfaktor. Nichts desto trotz gilt auch hier die goldene Regel: Weniger ist mehr. Ein leicht mattierter Teint wirkt natürlicher als ein stark geschminktes Gesicht und ist zudem hautfreundlicher.

Mit professioneller Beratung zum richtigen Produkt

Mit professioneller Beratung zum richtigen Produkt

Ob das Make-up Ihrer Haut gut tut oder nicht, hängt vor allem davon ab, ob Sie das passende Produkt zu Ihrem Typ verwenden. Bei eher trockener Haut sollte dies ein feuchtigkeitsspendendes flüssiges Make-up sein, fettige Haut wird mit einem antibakteriellen Puder mattiert und Hautunreinheiten gleichzeitig bekämpft. Verwenden Sie das falsche Produkt, überfettet Ihre Haut oder trocknet zusätzlich aus. Hautärzte oder Kosmetiker können Ihren Hauttyp bestimmen. Auch im Handel sollten Sie sich beraten lassen, bevor Sie sich zum Kauf entscheiden.

Die richtige Farbwahl ist selbst oft schwer einzuschätzen, so dass Sie auf eine zweite Meinung vertrauen sollten: Zu helles Make-up lässt Sie blass wirken, während dunkle Farben unnatürlich und zu stark geschminkt aussehen. Außerdem werden kleine Fältchen unnötig betont und dadurch scheinbar verstärkt. Gegen dieses Beauty-Problem hilft eine getönte Tagescreme.

Abschminken und Pflege - Unerlässliche Routine

Doch auch mit der passenden Kosmetik ist eines unerlässlich: Das Entfernen der Schminke am Abend. Zur Nacht sollte die Haut davon befreit werden, denn Make-up Reste und Partikel der Farben verstopfen tatsächlich die Poren der Gesichtshaut. Dies führt zu Rötungen, Entzündungen und zu Pickeln.
Nutzen Sie für das Abschminken nur Produkte, die für das Gesicht bestimmt sind. Herkömmliche Seife zählt nicht dazu, denn ihr pH-Wert ist zu hoch für die empfindliche Gesichtspartie und verursacht gereizte und trockene Haut. Im Anschluss sorgt eine Pflegecreme dafür, dass sich Ihre Haut rundum wohl fühlt.
Die Reinigung sollte allerdings nicht nur nach, sondern auch vor dem Tragen des Make-ups erfolgen. So verhindern Sie, dass allerletzte Reste überschminkt werden.