Drachen sollen fliegen – Herbstspaß für Groß und Klein

Seit jeher üben Flugobjekte eine faszinierende Wirkung auf Kinder und Erwachsene aus. Dem Himmel ein Stück näher sein oder vielleicht selbst irgendwann mal fliegen – davon haben Menschen schon immer geträumt. Kein Wunder also, dass Drachensteigen zu einer der schönsten und beliebtesten Outdoor-Aktivitäten im Herbst gehört. Dabei können Sie sich im wahrsten Sinne den Wind um die Nase wehen lassen, sind der Natur sehr nah und spüren die Kraft des Windes. Das belebt die Sinne und macht herrlich zufrieden. Also nichts wie raus!

Bereits Kleinkinder können mit Unterstützung der Eltern ihre ersten Drachen fliegen lassen. Diese sollten aber klein und leicht sein. Für erste Flugversuche sollten Sie einen sogenannten "Einleiner" verwenden, diese Drachen sind an einer Leine bzw. Schnur befestigt und für kleine Kinder gedacht. Größere Kinder und Erwachsene dürfen sich ruhig an "Zweileiner", auch bekannt als Lenkdrachen, versuchen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Drachen eine Waageschnur hat, diese verteilt die Zugkraft gleichmäßig auf die Flächen des Drachens. Wenn Sie möchten, können Sie zusammen mit Ihrem Nachwuchs vorher gemeinsam einen Drachen basteln und individuell gestalten. Das bringt dann noch mehr Spaß. Eine Bauanleitung haben wir für Sie bereits online bereitgestellt.

Außer in der Nähe von Flugplätzen (min. 6 km Abstand) können Sie auf fast allen großen Freiflächen wie brach liegende Gelände, Wiesen oder abgeernteten Feldern Drachen fliegen lassen. Am besten suchen Sie sich ein freies Feld, welches einen ausreichenden Abstand zu Straßen, Bahnstrecken und – ganz wichtig – Stromleitungen hat. Im besten Fall gibt es keine Bäume und auch keine Kanäle, Bäche und Gräben. So mancher Drachenpilot ist beim Rückwärtsgehen schon hinein gestolpert. Sollte sich ein Gewitter ankündigen, sollten Sie den Drachenflug auf einen anderen Tag verschieben.

Ganz wichtig: Haben Sie Geduld! Anstatt dem Wind hektisch hinterher zu laufen, geht es darum, den richtigen Moment zu erwischen. Selbst wenn es am Boden windstill ist, weht etwas höher immer ein kleines Windchen.
Sind die ersten Meter geschafft, steigt der Drachen fast wie von allein. Sollte er stark ziehen und die Leine gespannt sein, halten Sie – vor allem bei Lenkdrachen – die Oberarme nah am Körper. Sollte Ihr Fluggerät einmal zu stark ziehen oder im Sturzflug Richtung Boden rasen, lassen Sie einfach los. Im schlimmsten Fall fliegt der Drache dann ein paar Meter und sinkt drucklos zu Boden. Besser als mit voller Geschwindigkeit zu zerschellen.
Halten Sie Abstand zu anderen Personen, um diese weder durch den Drachen, noch durch die Leine zu verletzen. Derjenige, der gerade nicht fliegt, hält sich sicherheitshalber hinter dem Drachenlenker auf.