Hilfe gegen Mücken

Schon das Summen der kleinen Plagegeister ist für die meisten Menschen alarmierend. Mücken folgen ihrer Nase, denn sie lieben bestimmte Körperdüfte. Insbesondere Schweiß- und Fußgeruch stehen bei ihnen hoch im Kurs. Aber es gibt auch Gerüche, die Mücken gar nicht mögen. Hier setzen die meisten Mückenabwehrmittel an und versuchen, den Blutsaugern schlechte Gerüche in die Nase zu treiben. Erfahren Sie, wie Sie sich gegen die hungrigen Mücken am besten wehren.

Die Mücke saugt Blut aus jeder freien Körperstelle, die sie finden kann. So ein Mückenbiss hat unangenehme Nachwirkungen. Denn während das Tier Blut saugt, sondert es außerdem Speichel ab. Das löst den Juckreiz und die Schwellung aus. Außerdem unterscheiden Mücken den Körpergeruch eines Menschen. Frisch geduscht oder gebadet mögen sie ihr Opfer nicht so gern, ansonsten haben sie einen individuellen Geschmack. Saugentscheidend ist die exakte Konzentration von Milchsäure und Fettsäuren, die der Mensch durch seinen Schweiß absondert. Auch ein hoher Cholesterinspiegel im menschlichen Blut zieht die Sauger an. Einige Wissenschaftler machen auch die individuelle Körpertemperatur verantwortlich. Wärmere Menschen werden bevorzugt

Die Stiftung Warentest hat verschiedene Mittel getestet und am wirkungsvollsten erwiesen sich solche, die Diethyltoluamid (DEET) oder Bayrepel enthalten. Mücken scheinen die Stoffe abstoßend zu finden. Die Inhaltsstoffe wirken aber auch auf das Nervensystem des Menschen und sollten daher bei Kindern und Schwangeren auf keinen Fall angewendet werden. Aber auch Erwachsene verzichten besser darauf, sich großflächig damit einzureiben. Übrigens, Hände weg von Mitteln mit Naphthalin: Es kann Krebs erzeugen. Natürliche Mittel wie ätherische Öle halten die Mücken meist nicht lange auf Distanz, sind aber einen Versuch wert:

  • Für den Garten: Gartenfackeln mit Citronella-Öl. Teelichter und Kerzen mit Teebaum, Nelke oder indischer Melisse (mindestens drei auf den Tisch).
  • Für den Körper: Duftsprays mit den oben genannten ätherischen Ölen, ein Anti-Mücken-Armband, parfümiert mit Düften, die die Mücke nicht mag.

Elektronische Verdampfer wie Mückenstecker für die Steckdose geben die Insektengifte Transfluthrin, Alletrin und Piperonylbutoxid ab. Das tötet jede Mücke. Im Schlafzimmer sollten Sie die Geräte nicht benutzen. Denn die Gifte können Atemwege, Haut und Augen reizen. Solche Biozidverdampfer spielen eher eine Rolle für den Ausnahmefall, beispielsweise um bei Urlaubsbeginn das Ferienhaus von den Hausbewohnern zu befreien. Nach Gebrauch tüchtig durchlüften.

Ventilatoren verwirren die Mücke, denn sie kann nicht mehr so gut erkennen, woher der Geruch kommt. Weiterer Vorteil: Mit ihren kleinen Flügeln muss sie schwer gegen den Wind ankämpfen, um sich Ihnen zu nähern. Auch Moskitonetze halten die Mückenvampire auf Distanz. Kunststoffnetze sind leichter als Baumwollnetze und trocknen leichter. Keine Wirkung gegen Mücken zeigen hingegen Vitamintabletten und Lichtfallen. Mücken fliegen nicht auf UV-Licht, dafür aber Nützlinge.

Der beste Schutz: lassen Sie die Mücke erst gar nicht in Ihre Nähe. Beseitigen Sie Brutstätten rund um das Haus. Klassische Legeplätze sind Regentonnen oder anderes stehendes Wasser. Wenn Sie einen Gartenteich Ihr Eigen nennen, ärgern Sie die Mücke mit einem Springbrunnen. Die Mückenlarven können sich so schwerer entwickeln. Für die Fenster gibt es spezielle Netze. Das ist praktisch, denn so können Sie die Fenster auch offen lassen und gut lüften. Auch gut: Tomatenpflanzen, Katzenminze oder Duftgeranien an Fensterbrett und Hauseingang platzieren.

Widerstehen Sie dem Juckreiz. Ein unbehandelter Stich kann schon nach 24 Stunden verschwinden. Durch das Kratzen können Bakterien in die Wunde gelangen und zu einer Entzündung führen. Das hilft gegen den Juckreiz:

  • Eine Zwiebel halbieren und auf den Stich pressen. Das darin enthaltene Schwefelöl, das sonst die Tränen lockt, wirkt hier entzündungshemmend und abschwellend. Je rascher Sie handeln, desto besser ist die Wirkung.
  • Den Stich mit Zahnpasta bestreichen.
  • Teebaum- oder Lavendelöl zur Desinfektion auf den Stich auftragen.
  • Eiswürfel oder Aleo-Vera-Gel zur Kühlung verwenden.
  • Apfelessig-Umschläge oder essigsaure Tonerde anwenden.
  • Wenn alles nicht hilft: Mückensalbe aus der Apotheke mit Cortison kaufen.