Gartenarbeit - Entspannung für Körper und Seele

Der gelungene Mix aus Bewegung und gleichzeitiger Entspannung - das ist für Viele der besondere Reiz, der von Gartenarbeit ausgeht. Ob man Schrebergärtner oder Rosenfreund ist, Gemüsebeete oder Blumenrabatten bevorzugt, eine Parklandschaft oder einen Balkon hegt und pflegt, spielt keine Rolle. Gärtnern macht Spaß! Und nebenbei wirkt sich diese positiv auf die Gesundheit aus. Gartenarbeit ist nicht nur gut für Herz und Kreislauf, sie hilft gleichermaßen Stress abzubauen. Im Frühjahr ist die beste Zeit, nicht nur seinen Garten aus dem Winterschlaf zu erwecken. Sobald der Boden frostfrei und trocken ist, kann es losgehen: Zunächst die Beete von Laubresten befreien und sprießende Unkräuter entfernen. Stauden und Gehölze sollten von Frostschäden befreit werden. Danach wird Dünger oder Kompost auf den Beeten verteilt oder eine frische Mulchschicht aufgebracht.

Gartenarbeit ist so effektiv wie ein Training im Fitnessstudio: Gleichmäßige Belastungen wie Rasenmähen fördern die Kondition, während Baumbeschnitt oder Umgraben Kraft erfordern. Beim Aufenthalt im Freien bildet der Körper Melatonin, ein Hormon, das für Ausgeglichenheit und Wohlbefinden sorgt. Die körperliche Arbeit in der Natur macht außerdem den Kopf frei. Die Beschäftigung mit Pflanzen lässt die Seele aufleben und spricht alle Sinne an: Man sieht das satte Grün, hört Vogelgezwitscher, riecht den Duft der Blumen und fühlt die Sonne auf der Haut.

Fünf Tipps, damit Ihr Rücken nach einem Arbeitstag im Garten nicht schmerzt:

  • Wechseln Sie die Tätigkeiten und Körperhaltungen. Das schont den Rücken.
  • Die Hocke ist eine für den Rücken besonders ungünstige Position. Knien Sie sich für Arbeiten am Boden am besten auf einem Kniekissen.
  • Wer Blumenkübel oder Steine heben und bewegen muss, sollte Hilfsmittel wie eine Sackkarre benutzen. Eine fahrbare Gießkanne oder ein Schlauchwagen erleichtern das Bewässern.
  • Die Arbeit an Bäumen und Sträuchern wird durch Teleskopstiele erleichtert. Achten Sie auf Griffe aus Alu oder Leichthölzern, die sind leichter zu heben.
  • Gönnen Sie sich nach harter Gartenarbeit einen Ausgleich: Gehen Sie schwimmen oder in die Sauna!

Unfälle bei der Gartenarbeit passieren leider immer wieder. So gehen Sie auf Nummer sicher:

  • Führen Sie einen Geräte-Frühjahrsscheck durch.
  • Nutzen Sie eine Leiter, die in der Höhe mit dem Wachstum Ihrer Sträucher und Bäume Schritt hält.
  • Achten Sie bei der Anschaffung von Gartengeräten auf das GS-Siegel (Geprüfte Sicherheit).
  • Schützen Sie bei Gartenarbeiten Ihre Augen mit einer Schutzbrille, tragen Sie Handschuhe, um Verletzungen zu vermeiden, und feste Schuhe, um nicht auszurutschen.
  • Vorsicht beim Umgang mit Elektro-Gartengeräten: Niemals in das noch laufende Gerät fassen und lassen Sie notwendige Reparaturen vom Fachmann ausführen.
  • Wägen Sie den Einsatz von Gartenchemikalien ab und suchen Sie nach unbedenklichen Alternativen.
  • Achten Sie auf rückengerechte Arbeitshaltungen. Vermeiden Sie dabei gebückte Haltungen und nutzen Sie Trage- und Hebehilfen.
  • Fragen Sie Ihren Arzt, ob eine Auffrischung Ihres Tetanusschutzes oder eine Zeckenschutzimpfung notwendig ist.

Blüten sind nicht nur eine farbenfrohe Dekoration, sie geben Suppen, Soßen, Salaten und Süßspeisen auch einen unverwechselbaren Geschmack. Was jetzt im Garten blüht, kann in der Küche vielfältig eingesetzt werden.

  • Das nussige Aroma von Wiesenblumen wie Gänseblümchen, Klee und Löwenzahn passt besonders gut zu Salaten.
  • Raffiniert: In Essig eingelegt, schmecken Knospen von Gänseblümchen oder Sumpfdotterblumen wie Kapern.
  • Mit der pfeffrig-scharfen Kapuzinerkresse können Sie eine Salat-Vinaigrette würzen.
  • Mit den intensivfarbigen Blütenblättern von Begonie und Ringelblume lassen sich Suppen aufpeppen - nicht nur optisch!
  • Zu Baguette und Pellkartoffeln passt Quark oder Butter mit Kräuterblüten von Majoran, Salbei, Thymian.
  • Das liebliche Aroma von Veilchen, Malven, Heliotrop oder kleinblättrigen Stiefmütterchen gibt vielen Desserts den besonderen Pfiff.
  • In Teig getaucht und ausgebacken sind die Blütendolden von Holunder, Zucchini oder Kürbis ein süßes Hauptgericht.

Tipp: Frieren Sie die kleinen Blüten von Lavendel, Veilchen, Borretsch oder Flieder in Eiswürfel ein und würzen Sie damit Ihre Getränke!

Wichtig: Verwenden Sie nur unbehandelte Blüten - möglichst aus dem eigenen Garten, keinesfalls aus dem Blumenladen. Die Blüten gut waschen, Kelchblätter entfernen.

Frische Kräuter sind aromatisch und vitaminreich. Sie geben jeder Mahlzeit eine besondere Note. Im Garten können Sie sie selbst anbauen. Und das ist gar nicht so schwierig. Mediterrane Kräuterpflanzen (Rosmarin, Estragon, Thymian) bevorzugen trockenen Sandboden und heimische Gewächse wie Bärlauch oder Waldmeister fruchtbare Muttererde. Vor der Bepflanzung sollten Sie unbedingt fachmännischen Rat einholen: Welche Pflanzen können miteinander vergesellschaftet werden? Denn nicht alle Arten „vertragen” sich. Dies ist zu berücksichtigen, wenn Sie Kräuter in Blumenkästen miteinander „anbauen” möchten: Auf dem Balkon die Kräuter besser in einzelne Tontöpfe aussäen oder pflanzen und sie je nach ihren Vorlieben an sonnigen oder schattigen Standorten gruppieren.