Albträume – Böses Erwachen in der Nacht

Obwohl Sie sich dessen nicht immer bewusst sind, träumen Sie jede Nacht. Am stärksten in Erinnerung bleiben Ihnen dabei sicherlich die Albträume. Erfahren Sie mehr über den Schreck in der Nacht und welche Auswirkungen er auf Ihr Handeln am Tag hat.

Schweißgebadet wacht man auf, das Herz schlägt bis zum Hals und die Atmung geht schnell und flach – von einem Albtraum geweckt zu werden, ist keine schöne Erfahrung. Trotzdem hat sie vermutlich jeder schon einmal gemacht. Manchmal dreht sich der Traum um den Verlust eines geliebten Menschen oder der Schlafende hat die dunkle Ahnung, verfolgt zu werden. Die Bedrohung, die dabei empfunden wird, scheint absolut real zu sein. Im Anschluss fällt das Einschlafen oft schwer, denn der Schreck sitzt immer noch in den Knochen.
Neben vielen Betroffenen, die hin und wieder Albträume haben, leiden rund fünf Prozent der Bevölkerung häufig oder sogar dauerhaft darunter. Aber wie kommt es zu den gruseligen Bildern während des Schlafens und wie lassen sie sich vermeiden?

Ursachen der finsteren Traumbilder

Albträume entstehen in der so genannten REM-Schlafphase (Rapid Eye Movement). Charakteristisch für sie ist, dass Betroffene durch den Traum aus dem Schlaf aufschrecken. Aus diesem Grund ist die Erinnerung an ihn beim Erwachen zumeist noch allgegenwärtig. Der Hang zu Albträumen ist u.a. genetisch bedingt, außerdem leiden besonders sensible und einfühlsame Menschen an den grausigen Traumbildern in der Nacht. Ursachen können z.B. stressige oder emotional belastende Lebenssituationen sein, die den Betroffenen bedrücken. Auch Depressionen können in ihrer Folge zu unschönen Träumen führen. Außerdem werden schwere Schicksalsschläge und traumatische Erlebnisse auf diese Weise verarbeitet und wirken mitunter jahrzehntelang nach. Kinder neigen etwa doppelt so häufig zu Albträumen, denn ihr Gehirn verarbeitet im Schlaf viel mehr neue Ereignisse und Erfahrungen. Auch die noch nicht ausgeprägte Fähigkeit zur Angstbewältigung im Kindesalter, ist eine Ursache dafür.

Leistungstief durch schlechten Schlaf

Ein gelegentlicher Albtraum ist noch kein Grund zur Beunruhigung. Auf Dauer wirkt sich die verminderte Schlafdauer und -qualität aber negativ auf Ihr Leben im Wachzustand aus. Ist Ihr Schlaf nicht mehr erholsam, leidet Ihre Leistungsfähigkeit. Es kommt zu Konzentrationsstörungen und einer verminderten Aufnahmefähigkeit – das Lernen und Erinnern wird schwieriger. Auch Ihr Herz-Kreislauf-System wird durch das schreckhafte Erwachen belastet.
Es kommt Ihnen nicht nur so vor, als wären die Träume, die Ihnen einen gehörigen Schrecken einjagen, seltsamer und unrealistischer als alle anderen. Erwiesenermaßen sind Albträume besonders skurril und weit entfernt von unserer täglichen Lebenswelt. Deswegen kann es auch schwer sein, sie zu deuten und zuzuordnen. Bei genauer Betrachtung, können sie Ihnen jedoch sogar die Gründe für Ihren unruhigen Schlaf verraten.

So verschwinden die Albträume

Ihre Handlung im Traum kann bestimmte Verhaltensweisen widerspiegeln, die Sie auch im Wachzustand anwenden. Diese gilt es zu hinterfragen, um den Ursachen der Träume nachzugehen. Wirken Sie ihnen im realen Leben entgegen, können sich auch die Traumbilder verbessern.

Eine andere Methode ist das Notieren des Traumes direkt nach dem Aufwachen. Anschließend überlegen Sie sich eine Strategie, wie Sie mit ihm das nächste Mal besser umgehen könnten. Diese Überlegungen sollten Sie täglich in Gedanken durchgehen, so dass sie sich verfestigen. Dadurch überträgt sich das Gelernte auch positiv auf Ihr Verhalten im Traum.

Eine weitere Technik verlangt zwar etwas Übung, kann Betroffenen aber ebenso helfen. Machen Sie sich während des Traumes bewusst, dass Sie in diesem Moment schlafen und einen Albtraum erleben. Versuchen Sie diesen dann in etwas Positives umzuwandeln oder frühzeitig zu erwachen. Je öfter Sie diese Methode anwenden, desto besser funktioniert das bewusste Träumen.

Neben diesen verschiedenen Möglichkeiten, mit den Alpträumen umzugehen, können bereits kleine Veränderungen helfen, den unruhigen Nächten entgegenzuwirken. So bereiten Rituale, die täglich wiederholt werden, zur Einstimmung auf die Nachruhe vor. Beruhigende Aktivitäten vor dem Zubettgehen bauen zusätzlich Stress ab und helfen beim Einschlafen.