Traumzeit - Alltagserlebnisse in bunten Bildern

"Träum schön!" Das wünschen wir einander häufig, wenn wir uns zum Schlafen hinlegen. Geht dies in Erfüllung, wachen wir am nächsten Morgen mit einem angenehmen Gefühl auf. Doch die Traumbilder kommen nicht von ungefähr: Mit ihnen verarbeiten wir das, was uns am Tag wiederfährt und was für uns von Bedeutung ist. Auch wenn uns Menschen die Frage nach dem Ursprung unserer nächtlichen Träume schon lange antreibt, ist die Traumforschung besonders in neuester Zeit einen großen Schritt weitergekommen. Noch sind aber nicht alle Rätsel um die Bilder in der Nacht gelöst.

Was Ihnen Ihre Träume sagen wollen

Können Träume Ihre Zukunft voraussagen? Diese Vorstellung ist vielleicht reizvoll, leider aber ein Irrglaube. Auch wenn manche Dinge aus Ihren Träumen so oder so ähnlich wahr werden: Sie erlauben keinen hellseherischen Blick auf das, was Ihnen bevorsteht. Vielmehr erwarten Sie manche Entwicklungen unterbewusst bereits und diese fließen so in Ihre Traumgebilde ein.

"Spiegel der Seele" werden sie nämlich nicht umsonst genannt: Im Traum verarbeitet Ihr Gehirn das, was Sie am Tag beschäftigt und was Sie erleben. Tätigkeiten, die Sie im Wachen häufig ausüben und Dinge, die von persönlicher Bedeutung sind, werden Ihnen auch nachts im Schlaf vorrangig begegnen. So können Sie mit ihnen zwar nicht in die Zukunft sehen, manchmal geben sie aber Denkanstöße oder Hinweise für Verhaltensweisen, mit denen Sie ein Problem lösen können. Das funktioniert, weil die "innere Zensur" während des Träumens quasi ausgeschaltet ist. Alles ist möglich und wird als Handlungsoption in Betracht gezogen. Träume können also ein "Training" für reale Situationen sein. Deshalb hilft es manchmal wirklich, eine Nacht über ein Problem oder eine verfahrene Situation zu schlafen.

Die Annahme, Träume würden lediglich in der REM-Schlafphase (Rapid- Eye-Movement = Schnelle Augenbewegung) stattfinden, ist zwar weit verbreitet, wird von Experten aber relativiert: Tests in Schlaflaboren haben gezeigt, dass es in jeder Schlafphase kognitive Aktivität gibt – das Gehirn also arbeitet. Werden Sie aus dem REM-Schlaf geweckt, können Sie sich allerdings besonders gut an Träume erinnern, weil sie in dieser Phase sehr bildlich und lebhaft sind. Übrigens: Während Sie träumen, ist Ihnen dies in den meisten Fällen nicht bewusst, selbst wenn die Bilder und Geschehnisse noch so verrückt erscheinen.

Tipps für Ihren gesunden Schlaf

Ein entspannter und regelmäßiger Schlaf ist wichtig für Ihre Gesundheit. Während Sie ruhen, sammelt Ihr Körper neue Kräfte, regeneriert sich selbst und schafft Verknüpfungen zu erlerntem Wissen. Nur so bleiben Sie körperlich und geistig fit. Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie abends sanft ins Traumland gleiten.

In diesem Sinne: Schlafen Sie gut!

  1. Schon am Tag können Sie viel für eine erholsame Nacht tun: Vermeiden Sie längere Nickerchen und begeben Sie sich stattdessen zur sportlichen Betätigung an die frische Luft.
  2. Ihre letzte Mahlzeit sollte am besten vor 19 Uhr stattfinden, fettarm und ohne übermäßige Gewürze sein. Hülsenfrüchte oder Kohlgemüse wie Rotkohl sind schwer verdaulich und deshalb weniger geeignet.
  3. Vermeiden Sie Koffein sowie Alkohol am Abend und gönnen Sie sich stattdessen lieber einen Kräutertee oder eine warme Milch mit Honig.
  4. Wie man sich bettet, so liegt man – aus diesem Grund sollten Sie Wert auf eine qualitativ hochwertige Matratze sowie ein komfortables Bett legen und auch eine für Sie optimale Wahl bei Kissen und Bettdecke treffen. Lassen Sie sich dazu im Fachgeschäft beraten.
  5. Am besten schlafen Sie bei einer Zimmertemperatur um die 18°C und im abgedunkelten Raum. Eine hohe Geräuschkulisse stört die Nachtruhe, sodass Ihr Schlafzimmer nicht zur Straßenseite liegen sollte.
  6. Rituale und gezielte Entspannungsübungen lassen Sie den Stress des Tages vergessen und schließlich gut einschlafen. Beschäftigt Sie etwas so sehr, dass Sie nicht zur Ruhe kommen? Schreiben Sie Ihre Gedanken und Sorgen auf, so können Sie diese besser loslassen.

Häufige Träume und ihre Bedeutung

Ihre Träume sind immer individuell und stehen in Verbindung mit Ihrer persönlichen Lebenssituation. In den oftmals kuriosen Geschichten kommen jedoch häufig bestimmte Traummotive vor, die der Psychologie durchaus bekannt sind. So können Sie diese deuten:

Der Fall ins Bodenlose
Noch ein Schritt auf festem Grund, doch dann verlieren Sie den Boden unter den Füßen und fallen. Ein solcher Traum kann bedeuten, dass Sie Angst vor dem Loslassen oder einer Trennung haben. Vielleicht fürchten Sie sich auch im realen Leben davor „den Halt zu verlieren“.

Die Flucht vor einem Verfolger
Sie sind auf der Flucht und jemand ist hinter Ihnen und verfolgt Sie. Möglicherweise laufen Sie tatsächlich vor einem Problem davon?

Schwangerschaft oder Tod
Sie träumen davon, dass Sie selbst oder eine Person in Ihrem Umkreis schwanger sind − oder jemand verstirbt? Geburt und Tod können beide auf einen Neuanfang sowie anstehende Veränderungen hindeuten.

Zahn- oder Haarausfall
Alles scheint ganz normal, aber plötzlich fallen Ihnen Zähne oder Haare aus! Dieser Traum kann ein Indiz für Selbstzweifel oder Verlustängste sein.