Reiten – Aktives Training für Mensch und Tier

"Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde." Kommt Ihnen dieser Spruch bekannt vor? Reiten ist nicht nur Sport, sondern Leidenschaft. Die Bewegungen sprechen den ganzen Körper an und wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Anfänger sollten sich aber genau mit dem Sport auseinandersetzen, bevor sie sich in den Sattel schwingen. Zugegeben, nicht jeder traut sich, auf den vierbeinigen Huftieren aufzusitzen. Haben Sie die Angst aber einmal überwunden, kann Reiten zu einem langjährigen Hobby werden. Neben dem engen Kontakt zu den Tieren sind vor allem die gleichmäßigen Bewegungen heilsam. Bei uns erfahren Sie mehr über diese ganz besondere Sportart.

Ausgleich bei Schmerzen und Stress

Einfach vom Pferd tragen lassen und nicht selbst aktiv werden? Weit gefehlt, denn der Sport verlangt dem Reiter einiges ab. Er beansprucht die gesamte Muskulatur und eignet sich so besonders gut als Präventionsmaßname für Muskel- und Skeletterkrankungen. Fehlbelastungen des Bewegungsapparates können korrigiert werden, des Weiteren schult das Reiten den Gleichgewichtssinn. Wenn Sie eine schwache Rücken- und Bauchmuskulatur haben, kann der Sport Ihnen helfen, diese aufzubauen. Nicht zuletzt steigert reiten die Beweglichkeit und stärkt die Beckenbodenmuskulatur. Diese vielen positiven Eigenschaften werden mittlerweile effektiv für die Gesundheit genutzt: Bei der so genannten Hippotherapie wird das Reiten im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung eingesetzt. Doch nicht nur die körperliche Fitness, auch die geistige Verfassung profitiert. Leiden Sie unter Stress oder sind anderen psychischen Belastungen ausgesetzt, kann der Umgang mit den Pferden beruhigend auf Sie wirken. Das Zusammensein mit den Tieren steigert das Wohlbefinden und sorgt für einen entspannten Ausgleich. 

Tipps für Anfänger

Die Beweglichkeit und schnelle Auffassungsgabe von Kindern sind ideale Voraussetzungen, um diese anspruchsvolle Sportart zu beginnen. Aber auch Erwachsene können durchaus schnelle Lernerfolge erzielen. Vorher sollten Sie sich jedoch intensiv über die Tiere sowie ihre Eigenarten und Besonderheiten informieren. Beim Reiten bilden Sie mit dem Pferd eine Einheit - dies setzt gegenseitiges Vertrauen und Kenntnisse über das Wesen der schönen Tiere voraus. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, den Sport zu erlernen, dann wenden Sie sich am besten an eine Reitschule in Ihrer Nähe. Hier bekommen Sie nicht nur eine fachlich gute Anleitung, sondern können das Reiten auch auf speziell dafür geschulten Pferden üben, die es gewohnt sind, Reitanfänger zu tragen. 

Sicherheit geht vor!

Die Bewegungsabläufe beim Reiten sind zunächst ungewohnt für den Körper, weshalb es besonders zu Beginn des Trainings zu Muskelkater kommen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich vor jeder Übungseinheit dehnen und aufwärmen, um Ihre Muskeln bereits zu lockern. Dies hilft auch, Verletzungen zu vermeiden.
Reiten ist nicht nur ein anspruchsvolles, sondern leider auch ein kostenintensives Hobby. Für die ersten Reitstunden müssen Sie sich zwar nicht gleich eine komplette Ausrüstung zulegen, an Ihrer Sicherheit sollten Sie aber nicht sparen. Zu Ihrer Grundausstattung sollte deshalb in jedem Fall ein Helm gehören, der Ihren Kopf vor schweren Verletzungen bewahrt. Außerdem empfiehlt es sich, für den richtigen Halt im Steigbügel festes Schuhwerk, das bis zu den Knöcheln reicht, zu tragen. Spezielle Reitwesten schützen außerdem den Oberkörper und die Halswirbelsäule und sind so eine lohnenswerte Investition. 

Verschiedene Reitarten

Verschiedene Reitarten Reiten ist nicht gleich reiten – es gibt verschiedene Formen, sich mit dem Pferd zu bewegen. Hier die Geläufigsten:

Dressurreiten

Bei dieser Form des Reitens geht es darum, das Pferd verschiedene Kommandos ausführen zu lassen. Diese reichen von einfachen Grundanweisungen bis hin zu komplexen Kunststücken. Auch für alle anderen Reitstile sind Elemente des Dressurreitens wichtig, z.B. beim Ausführen der verschiedenen Gangarten. Bei dieser Disziplin steht nicht nur das Reiten als Sportart, sondern vor allem die Erziehung des Pferdes im Vordergrund.

Springreiten

Die Eigenschaft der Pferde, Hindernisse durch Springen elegant überwinden zu können, wird sich bei diesem Reitstil zunutze gemacht. Als eine der bekanntesten Disziplinen verlangt das Springreiten von Tier und Reiter, welcher leicht nach vorn gebeugt sitzt, viel ab. Körperliche Fitness von Mensch und Tier sind hier unerlässlich.

Westernreiten

Einmal reiten wie die Cowboys, dieser Wunsch kann beim Westernreiten wahr werden. Zumeist einhändig sitzt der Reiter in einem bequemen Sattel mit langen Steigbügeln. Dem Pferd kommt dabei eine größere Selbstständigkeit zu, bereits auf kurze Signale muss es sofort reagieren. Das Training erfolgt in verschiedenen Disziplinen. So müssen die Pferde zum Beispiel beim „Cutting“ Rinder aus einer Herde aussondern - genau wie im Wilden Westen.