Mit dem Paddel auf Tuchfühlung

Wenn die Wassersportsaison wieder startet und können viele Paddler und Ruderer die Ruhe und Schönheit unberührter Naturlandschaften genießen, ob in Deutschland oder anderswo. Entfliehen auch Sie der stickigen Luft in der Stadt, schnappen Sie sich ein Kanu und unternehmen Sie eine Tour auf einem See oder Fluss in Ihrer Nähe. Besonders erlebnisreich ist auch das Kanuwandern über mehrere Tage hinweg – egal ob selbst oder für Anfänger professionell organisiert.

Kennen Sie den Unterschied?

Um mit dem Boot auf dem Wasser unterwegs zu sein, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen geht es darum, wie das Boot an sich fortbewegt wird und zum anderen, welcher Bootstyp genutzt werden soll. Also Paddeln ist nicht gleich Rudern. Gepaddelt wird in Blickrichtung mit nur einem Paddel, das frei beweglich ist. Durch die kleinere Spannweite der Paddel-Bootstypen sind Sie bei der Auswahl der Gewässer für eine Paddeltour weniger eingeschränkt als bei den in der Regel größeren Ruderbooten. Auch die Paddeltypen sind für Kajak, Kanadier und Co. unterschiedlich. Im flexiblen Kajak beispielsweise nutzt man ein Doppelpaddel, im klassischen Kanadier, Auslegerkanu oder im größeren Drachenboot hingegen ein Stechpaddel.

Planung ist alles

Stressfrei die Flora und Fauna auf und entlang der Seen und Flüsse erleben - das ist eines der Ziele von Kanuten. Dafür ist jedoch eine gute Planung notwendig. Berücksichtigen Sie in jedem Fall die Länge der Strecke, das Wetter und den Wasserstand. Üben Sie vor einer Tour noch einmal das Ein- und Aussteigen und die richtige Technik der Paddelschläge, damit durch falsche Bewegungsabläufe keine Schmerzen oder Krämpfe entstehen. Für Ihre Sicherheit sollten Sie an Schwimmwesten und passende Kleidung denken.

Da steht man drauf!

Seit letztem Sommer entwickelt sich in Deutschland eine neue Paddel-Trendsportart: Das Surfboard wird in Verbindung mit einem Stechpaddel zum Flaniergerät auf dem Wasser. Das so genannte Stand Up Paddling (SUP) in seiner Ursprungsform geht auf polynesische Fischer zurück, die sich bereits vor rund 3.000 Jahren in ihren Kanus stehend auf dem Meer fortbewegten. Sie verbanden später das Nützliche mit dem Angenehmen, wie auch in den 1950er Jahren die Surflehrer auf Hawaii. In Europa wurde die neue Sportart schließlich auf die Seen und Flüsse gebracht.

Doch was ist der besondere Reiz am "Stehpaddeln"? Es lässt sich leicht erlernen und es ist überall ein See oder langsam fließender Fluss in der Nähe zu finden. Zudem bietet es Zeit und Ruhe für die besonderen Eindrücke der Wasserlandschaften und sorgt für eine gute körperliche Fitness. Beim ständigen Ausbalancieren auf dem speziellen Surfboard und den harmonischen Paddelbewegungen der Arme und Schulterpartie werden alle Muskelgruppen des Körpers beansprucht. Es herrscht also von den Zehenspitzen bis zum Scheitel Spannung. Das verhilft zu mehr Kraft, besserer Koordination sowie zu einem optimalen Training des Gleichgewichtsgefühls.