Schwimmen ist gesund und hält fit

Wer etwas für die eigene Gesundheit und Fitness tun möchte, ist z.B. mit Schwimmen sehr gut beraten. Dieser beliebte Ausdauersport hält Sie fit und beugt Krankheiten vor. Schwimmen wirkt sich besonders günstig auf Ihre Gesundheit aus. Die scheinbare Schwerelosigkeit im Wasser ist wohltuend für Ihre Knochen und Gelenke, dies gilt vor allem für Menschen mit Übergewicht und bei Beschwerden am Bewegungsapparat.
Der Schwimmsport lässt sich das gesamte Jahr über betreiben. Im Sommer starten Sie im nahe gelegenen Badesee oder Freibad und in der übrigen Zeit des Jahres setzen Sie Ihr Training im Schwimmbad fort. Beim Schwimmen gibt es bezüglich der richtigen Schwimmtechnik und der Intensität des Trainings einiges zu beachten.

Die Schwimmstile

Es wird in vier Schwimmstile unterschieden: Brustschwimmen, Rückenschwimmen, Schmetterlingsschwimmen und Freistil (Kraulen). Bei allen Schwimmarten sollten Sie auf die richtige Technik achten, denn wenn sich Fehler einschleichen, können die Sehnen, Bänder und Gelenke einer zu hohen Belastung ausgesetzt sein. Zudem raubt falsches Schwimmen Ihnen schneller die Kraft und es ist weniger effizient. Also achten Sie im Wasser auf Ihre Haltung und ein auf Ihren Körper abgestimmtes moderates und regelmäßiges Training.

  • Brustschwimmen wird am häufigsten ausgeübt, obwohl es die komplizierteste und langsamste Technik unter den Schwimmstilen ist. Aufgrund der komplexen Bewegungsabläufe treten hier auch die meisten Fehler auf. Insbesondere, wenn während des Schwimmens der Kopf über dem Wasser bleibt. Wer es richtig machen möchte, hebt den Kopf nur zum Luft holen aus dem Wasser. So bleibt der Nacken- und Rückenbereich gerade und wird weniger stark beansprucht.

  • Rückenschwimmen entlastet die Wirbelsäule und stärkt die Rückenmuskulatur. Da die Orientierung bei diesem Schwimmstil etwas schwieriger ist, ist sie in gut besuchten Schwimmbädern weniger beliebt. Bei einer besonders rückenschonenden Variante des Rückenschwimmens sind die Armbewegungen gesundheitsfreundlich angepasst worden. Legen Sie sich im Wasser flach auf den Rücken. Achten Sie darauf, dass der Körper eine Linie bildet. Die Arme liegen seitlich am Körper, werden dann gleichzeitig seitlich am Körper zu den Achselhöhlen geführt und anschließend ausgestreckt, so dass ein rechter Winkel zum Körper entsteht. Abschließend drücken Sie die ausgestreckten Arme wieder nach unten, seitlich an den Körper. Nun beginnt der Bewegungsablauf von vorn. Der dazugehörige Beinschlag wird unverändert ausgeübt.

  • Freistil (Kraulen) ist die schnellste Schwimmdisziplin. Der Weltrekord über 100m liegt derzeit bei sagenhaften 46,91 Sekunden! Im Brustschwimmen hingegen bei 58,58 Sekunden.
    Beim Kraulen liegt der Körper gestreckt und flach auf dem Wasser. Der Blick richtet sich nach unten auf den Gewässergrund. Die Arme werden wechselseitig nach vorn gestreckt und unter dem Körper druchgezogen. Unabhängig von den Armbewegungen schlagen die Beine auf und ab. Auf zwei Armzüge kommen sechs Beinschläge. Somit ist konstanter Vortrieb gewährleistet, der auch die hohe Schwimmgeschwindigkeit erklärt.
    Die einzige Schwierigkeit liegt darin, dass unter Wasser ausgeatmet und zum Einatmen der Kopf seitlich nach einer Seite aus dem Wasser gedreht werden muss. Und zwar während jeweils auf dieser Seite der Arm wieder oberhalb des Körpers vorbei nach vorn geführt wird. Geatmet wird im Normalfall alle zwei bis fünf Armzüge.
    Ist die Technik erst einmal verinnerlicht, werden Sie schnell durch das Wasser gleiten.

Die Kraft des Wassers

Kennt man alle positiven Eigenschaften der Aqua-Sportarten, fragt man sich, was uns noch an Land hält. Denn Aquafitness ist 

  • umfassend: Alle großen Muskelgruppen, der gesamte Bewegungsapparat, Herz und Kreislauf, Kondition, Beweglichkeit und Koordination werden gefordert.
  • leicht: Wer seinen Körper als "schwer" empfindet oder in seinem Agieren eingeschränkt ist, genießt im Wasser neue Bewegungserlebnisse.
  • entlastend: Schwebt der Körper ohne Bodenkontakt im Wasser, lasten nur noch 10 Prozent seines Eigengewichts auf den Gelenken.
  • effektiv: Je mehr Körperfläche gegen den Wasserwiderstand bewegt wird, umso intensiver ist das Training.
  • sanft: Ruckartige und verletzungsträchtige Bewegungen sind ausgeschlossen. Auch Muskelkater als Folge einer Überbeanspruchung entsteht im Wasser nicht.
  • herzgesund: Durch den Wasserdruck fließt mehr Blut zum Herzen, es schlägt kraftvoller, langsamer und ökonomischer.
  • gut für die Gefäße: Um die Körpertemperatur zu regulieren, müssen sich die Blutgefäße zusammenziehen und dehnen – ein optimales Gefäßtraining.
  • ein Fatburner: Der Körper gibt Wärme an das kältere Wasser ab und muss permanent "nachheizen". Der Energieverbrauch ist somit höher als an Land.
  • ein Schönmacher: Der Wasserdruck massiert die Haut, strafft das Bindegewebe, verbessert die Durchblutung und den Stoffwechsel.
  • figurfreundlich: Ganz gleich welche Figur man hat oder wie beweglich man ist: Im Wasser sind alle gleich.

Schwimmspaß für Kinder

Jedes Kind sollte allein schon aus Sicherheitsgründen schwimmen lernen. Daneben fördert das Schwimmen lernen die Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit, den Gleichgewichtssinn und nicht zuletzt die Ausdauer. Schwimmkurse für Kinder werden meist ab dem vierten oder fünften Lebensjahr angeboten. Besonders stolz sind Kinder, wenn Sie ein Schwimmabzeichen wie z.B. das "Seepferdchen" erhalten haben.

Wo und wann Schwimmkurse angeboten werden erfahren Sie z.B. bei der DLRG:
www.bremen.dlrg.de
www.sachsen-anhalt.dlrg.de