Sportlich aktiv mit dem "besten Freund des Menschen"

Haustiere tun uns Menschen einfach gut: Ihre Nähe und Liebe geben uns Geborgenheit, beugen dem Alleinsein vor und lassen uns Stress schneller abbauen. Vielleicht sind auch Sie ein Tierfreund und haben bereits die Erfahrung gemacht, wie schön das Leben mit einem tierischen Familienmitglied ist.
Nicht umsonst wird z.B. der Hund "der beste Freund des Menschen" genannt. Die Loyalität zu "seiner" Familie ist erstaunlich und die Gelehrigkeit der Tiere sorgt für eine Menge Spaß. Da der Vierbeiner viel Bewegung braucht, ist er außerdem der perfekte Sportpartner! Wir zeigen Ihnen, wie Hund und Herrchen gemeinsam fit bleiben und dabei ihre Beziehung zueinander noch vertiefen.

Sobald ein Hund Ihr Heim bezieht, wird Ihnen klar: Mit der Ruhe ist es nun vorbei. Und das ist gut so! Ausreden wie schlechtes Wetter oder zu viel Arbeit zählen nicht mehr, denn Ihr Fellpartner möchte täglich vor die Tür – wenn Sie ohne eigenes Grundstück in einer Wohnung leben, sogar mehrmals. Auch wenn es nur einfaches "Gassigehen" ist, so tut die Bewegung an der frischen Luft Körper und Geist gut und bringt Sie in Schwung. Um die Lernbereitschaft Ihres Hundes zusätzlich zu fordern und seinem Spieltrieb gerecht zu werden, sollten Sie verschiedene Bewegungsspiele in den täglichen Spaziergang einbauen. Apportieren, ein kurzer Wettlauf oder Zerrspiele machen dem Hund Spaß und bringen auch Ihnen zusätzliche Bewegung, wenn Sie diese aktiv betreiben.

Über den täglichen Auslauf hinaus gibt es viele Möglichkeiten, mit Ihrem Vierbeiner effektiv Sport zu betreiben. Dabei findet jedes Hund-und-Halter-Paar – unabhängig von Alter, Hunderasse oder Fitnesslevel des Menschen – eine geeignete Form der Bewegung.

Für sportliche Betätigung Seite an Seite bietet sich z.B. der Turnierhundesport an. In den verschiedenen Disziplinen können Sie u.a. gemeinsam einen Vierkampf absolvieren, der einen Hürden-, Slalom- und Hindernislauf beinhaltet. Ebenso ist der "Combination-Speed-Cup" eine Wettkampfdisziplin. Bei diesem Staffellauf starten jeweils drei Hundeführer und durchlaufen nacheinander mit Ihrem Gefährten den Hindernisparcours.

Der Hundesport "Dog-Frisbee" lässt schon durch seinen Namen vermuten, wie er abläuft: Sie werfen eine spezielle Frisbeescheibe und der Hund fängt diese. Dabei gibt es drei verschiedene Disziplinen: Während beim "Freestyle" eine einstudierte Wurfchoreografie gezeigt wird, soll bei der "Mini-Distance" möglichst viele Würfe in einer bestimmten Zeit gefangen werden. Im Rahmen der "Long-Distance" gewinnt der weiteste Wurf, der vom Hund aufgefangen wird.

Wenn der Halter selbst noch ein bisschen mehr Adrenalin und Bewegung möchte, ist Zughundesport das Richtige. Auch diesen gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Das Caningcross ist beispielsweise ein Geländelauf, bei dem Mensch und Hund über einen Bauchgurt miteinander verbunden sind. Durch die Zugkraft des vorgespannten Hundes erreicht auch der Läufer Geschwindigkeiten, die über seine eigene Leistungsfähigkeit hinausgehen. Eine gewisse Fitness sowie Erfahrung im Laufsport sollten Sie für diese Sportart jedoch bereits mitbringen.
Das "Bikejöring" funktioniert ähnlich, mit dem Unterschied, dass der Hund hier mit einem speziellen Geschirr vor ein Fahrrad gespannt wird. Vom Fahrer verlangt dies volle Konzentration, den Hund fordert es optimal in seinem natürlichen Lauftrieb. Eine Weiterführung dessen ist das aus nördlichen Ländern bekannte Schlittenhunderennen, welches jedoch auch in unseren Breiten durchgeführt wird – bei Schneemangel auf Wagen mit Rädern.

Sollten Sie mit Ihrem Liebling einen Hundesport ausüben wollen, dann sollten Sie Kontakt zu Hundesportvereinen in Ihrer Umgebung aufnehmen. Dort finden Sie Gleichgesinnte und professionelle Anleitung zum Start in Ihr gemeinsames bewegtes Leben.

Das partnerschaftliche Sporttreiben bringt für Mensch und Tier zahlreiche Vorteile und positive Effekte mit sich. Zuallererst ist natürlich der gesundheitsfördernde Aspekt hervorzuheben: Eine verbesserte Fitness sorgt für eine gesunde Lebensweise, beugt Übergewicht vor bzw. verringert dieses. Je nach Sportart werden außerdem Ausdauer oder auch Geschicklichkeit geschult. Die sportliche Bewegung im Freien sowie in der Natur stärkt die geistige Verfassung, baut Stress ab und lässt Alltagssorgen verfliegen.

Der Hund bekommt mit dem Sport eine "Aufgabe", was Langeweile vorbeugt und ihn ausgeglichener macht. Die verschiedenen Sportarten entsprechen seinen natürlichen Instinkten wie Laufen oder Jagen. Hunde, die sich mehr bewegen, leiden im Gegensatz zu eher bequemen Artgenossen außerdem seltener an überflüssigen Pfunden. Da bei der Ausübung von konkreten Sportarten meist Hundeschulen oder Hundesportvereine beteiligt sind, fördert der Kontakt zu anderen Vierbeinern auch die Sozialisation Ihres Tieres. Schlussendlich verbessert gemeinsames Spiel und Bewegung die Kommunikation zwischen Hund und Mensch und stärkt so die Bindung zueinander. Ein toller Gewinn für beide!