Neugeborenen-Hörscreening

Die Funktionsfähigkeit des Gehörs lässt sich bei einem Neugeborenen anhand seines Verhaltens kaum beurteilen. Doch: Nur wer richtig hört, lernt richtig sprechen. Um Störungen auszuschließen bietet Ihnen die IKK gesund plus deshalb ein Neugeborenen-Hörscreening.

Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt und bleiben es auch. Hin und wieder treten aber bei Neugeborenen Erkrankungen auf, die nicht durch äußere Zeichen erkennbar sind. So werden in Deutschland zwei von 1.000 Kindern mit einer bleibenden Hörstörung geboren. Bleibt dies zu lange unerkannt, wird das Kind in seiner Entwicklung, vor allem in seiner Sprachentwicklung gestört. In den meisten Fällen lassen sich Hörstörungen bei Neugeborenen nicht heilen, aber gut behandeln und das Kind kann sich weitgehend normal entwickeln.

Um solche Hörstörungen zu erkennen, können alle Eltern eine Früherkennungsuntersuchung für ihre Neugeborenen (Neugeborenen-Hörscreening) in Anspruch nehmen. Die Kosten für diese Untersuchung trägt die IKK gesund plus.

Die Untersuchung

Das Neugeborenen-Hörscreening soll bis zum dritten Lebenstag vor der Entlassung aus dem Krankenhaus oder spätestens bei der U2 durchgeführt werden. Bei Frühgeborenen erfolgt sie bis zum Zeitpunkt des errechneten Geburtstermins, bei behinderten Kindern vor dem Ende des dritten Lebensmonats. Angewendet werden dabei zwei Verfahren: die Messung der "otoakustischen Emissionen" und die "Hirnstammaudiometrie". Sorgen Sie sich nicht: Die Tests sind schmerzfrei! Nach einer Aufklärung und Beratung entscheiden die Eltern bzw. die Personensorgeberechtigten über eine Teilnahme. Durchführung und Ergebnisse werden danach im gelben Vorsorgeheft vermerkt. 

Was bedeutet das Testergebnis?

Das Ergebnis ist keine Diagnose. Ist es unauffällig, kann eine Hörstörung weitgehend ausgeschlossen werden. Ein auffälliges Ergebnis dagegen muss kontrolliert werden. Eventuell notwendige weitere diagnostische Maßnahmen sind möglichst bis zur zwölften Lebenswoche abzuschließen. Denn das Ziel ist, eine Therapie bis zum Ende des sechsten Lebensmonats einzuleiten.

Eine Hörstörung kann auch erst im Laufe der Entwicklung eines Kindes entstehen, z.B. durch eine Infektion im Kleinkindalter. Daher ist es auch bei einem unauffälligen Testergebnis wichtig, dass Sie weiterhin darauf achten, ob Ihr Kind richtig hört.