Heilmittel

Heilmittel sind medizinische Dienstleistungen, die von Vertragsärzten verordnet und von speziell ausgebildeten Therapeuten abgegeben werden können. Hierzu gehören beispielsweise die physikalische Therapie, die Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, die Ergotherapie sowie die Podologie.

Welche Heilmittel verordnungsfähig sind, ist in der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses festgelegt. Im so genannten Heilmittelkatalog, der Bestandteil der Heilmittel-Richtlinie ist, sind einzelnen Erkrankungsbildern Heilmittel zugeordnet, die verordnet werden können. Voraussetzung für die Abrechnung der erbrachten Heilmittelleistungen zu Lasten der IKK gesund plus ist das Vorliegen einer Zulassung nach § 124 SGB V.

Die Heilmittelrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses regeln die Verordnungsfähigkeit von Heilmitteln durch die Vertragsärzte sowie im Rahmen des Entlassmanagement durch Krankenhäuser. Weiterhin dienen die Richtlinien dem Zweck, die Behandlung des Patienten zu optimieren. Sie sehen zudem einen kontinuierlichen Dialog zwischen Therapeut, Arzt und Patient vor. Der Therapeut informiert beispielsweise den Arzt über den Behandlungsverlauf. So kann der Arzt auf einer besseren Grundlage über die weitere Behandlung entscheiden.

Heilmittelrichtlinie Ärzte
Heilmittelrichtlinie Zahnärzte
Heilmittelkatalog

Die Abgabe von Heilmitteln zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt durch hierfür zugelassene Leistungserbringer. Voraussetzung für die Zulassung ist, neben einer entsprechenden Berufsausbildung und der Anerkennung der für die Versorgung der Versicherten geltenden Vereinbarungen, eine Praxisausstattung, die eine zweckmäßige und wirtschaftliche Leistungserbringung gewährleistet. Grundlage ist § 124 SGB V.

Der GKV-Spitzenverband gibt Empfehlungen zur einheitlichen Anwendung der Zulassungsbedingungen. Die Zulassungsempfehlungen haben zum Ziel, eine einheitliche Anwendung der Zulassungsbedingungen sicherzustellen sowie eine qualitätsgesicherte, dem allgemeinen Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende Versorgung der Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen mit Heilmitteln zu gewährleisten.

Zulassungsempfehlungen ab 01.08.2018

Für die Prüfung der Zulassung benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Berichtsbogen für den entsprechenden Heilmittelbereich (den Vordruck finden Sie unter der Rubrik „Formulare“)
  • Anerkenntniserklärung zum Rahmenvertrag
  • Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung von der fachlichen Leitung
  • Nachweis der Vollbeschäftigung der fachlichen Leitung (z. Bsp. Arbeitsvertrag)
  • Berufsurkunden und ggf. vorhandene Zertifikate der Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen
  • Skizze der Praxisräumlichkeiten - Bitte geben Sie auf der Planskizze der Praxis an, wie groß die einzelnen Räume sind (Angabe Quadratmeterzahlen) und wofür die einzelnen Räume genutzt werden (z.B. Therapiebereich, Wartebereich, WC, etc.). Sollten sich in der Praxis Treppen oder Notausgänge befinden, so erläutern Sie bitte formlos, wie die Praxis an diesen Stellen abgetrennt wird, so dass nachvollziehbar wird, dass die Praxis in sich geschlossen ist.
  • Nachweis über das Eigentum bzw. das Recht an der Praxisnutzung (Mietvertrag, etc.)
  • Kopie der Anmeldung beim Gesundheitsamt
  • Kopie des Betriebshaftpflicht-Versicherungsvertrages
  • Kopie der Anmeldung zur Berufsgenossenschaft
  • Bei Personengesellschaften bitte den GbR-Vertrag, Gesellschaftervertrag oder Auszug aus dem Handelsregister einreichen

Eine Zulassung ist zu dem Zeitpunkt möglich, an dem alle notwendigen Unterlagen vorliegen.

Im Falle einer Praxisschließung teilen Sie uns, unter Angabe des Institutionskennzeichens, den Zeitpunkt der Schließung mit. Die Zulassung wird dann zu diesem Zeitpunkt beendet.