Allergien im Beruf – was dann?

Die Zahl ist beeindruckend: Rund 25.000 Jugendliche müssen jedes Jahr ihre Ausbildung abbrechen, weil sie an einer Allergie leiden. Dabei ist das gar nicht verwunderlich, denn an vielen Arbeitsplätzen finden sich allergieauslösende Stoffe.

Wird eine Allergie erkannt, dann helfen in manchen Fällen Hilfsmittel wie Schutzmasken, Handschuhe oder Schutzcremes. Eine Immuntherapie gegen den auslösenden Wirkstoff ist zwar in einigen Fällen erfolgreich, hilft aber zum Beispiel in der Bäckerei oder Konditorei nur ganz selten. Oft aber ist die Belastung so stark, dass eine Arbeit im Betrieb nicht weiter möglich ist.

Deshalb solltest du dich besonders dann gut über deinen Traumberuf informieren, wenn du bereits an einer Allergie oder Asthma leidest. Dein Hausarzt, die Berufsgenossenschaft oder der Betriebsarzt können dir auf jeden Fall weiterhelfen und dich beraten. Bist du bereits im Beruf und weißt von einem erhöhten Allergierisiko, solltest du dich regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen und deine Gesundheit genau im Blick behalten.

Im schlimmsten Fall – also dem Ausbildungsabbruch – kommt eine Umschulung infrage. Hier helfen die Agentur für Arbeit oder die Berufsgenossenschaft gerne weiter. Auch wenn es hart ist, den erwünschten Beruf sausen zu lassen, geht deine Gesundheit immer noch vor.

    Diese Berufe sind mit einem starkem Allergierisiko behaftet:

    • Bäcker
    • Bauarbeiter
    • Maler
    • Landwirt
    • Tierarzt und -pfleger
    • Frisör
    • Fotolaborant
    • Gärtner
    • Medizin, Gesundheitswesen
    • Schreiner
    • Metallbearbeitende Berufe
       

    Diese Berufe bergen ein geringes Allergierisiko:

    • Behördendienst und Verwaltungsberufe
    • Kaufmännischer Beruf
    • Juristische Berufe
    • Datenverarbeitung
    • Berufe in der Medienbranche
    • Pädagogische Berufe
    • Soziale Berufe
    • Medizinisch-therapeutische Berufe (Logopäde, Ergotherapeut)
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