Pressemeldungen 2019

"Eine Starke Selbstverwaltung ist die Basis für gute Gesundheitspolitik."

Bremerhaven. Auf ihrer Sitzung am 10. April in Bremerhaven äußerte der Verwaltungsrat der IKK gesund plus Kritik am Referentenentwurf für eine faire Kassenwahl in der gesetzlichen Krankenversicherung (Faire-Kassenwahl-Gesetz – GKV-FKG) von Bundesgesundheitsminister Spahn. Dabei positioniert sich das höchste Entscheidungsgremium der Kasse gegen eine Beschränkung der Souveränität der sozialen Selbstverwaltung. "Die Reformpläne sehen vor, die Selbstverwaltung im GKV-Spitzenverband abzuschaffen. Dafür soll es eine Anbindung an das operative Geschäft der Mitgliedskassen durch hauptamtliche Kassenvorstände geben. Dies wäre ein ordnungspolitischer Eingriff in den Aufgabenbereich der Selbstverwaltung! Eine funktionierende Selbstverwaltung garantiert, dass Versicherteninteressen auch auf höchsten Ebenen im Gesundheitswesen durchgesetzt werden. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter repräsentieren durch die Selbstverwaltung trotz ihrer teilweise unterschiedlichen Interessen eine gemeinsame politische Position. Diese Struktur beim Spitzenverband der Krankenkassen abzuschaffen, kann daher nicht im Sinne der Solidargemeinschaft sein", erläutern die beiden Vorsitzenden Hans-Jürgen Müller und Peter Wadenbach.

Der Verwaltungsrat begrüßt dagegen die im Referentenentwurf vorgestellten Punkte zur Weiterentwicklung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA). Hier erkennt man den klaren Willen, den Finanzausgleich gegen Manipulationen zu wappnen und einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen. "Der Referentenentwurf sieht u.a. die Einführung eines Risikopools, die bundesweite Öffnung aller Kassen und die Schaffung einer einheitlichen Aufsicht für alle Wettbewerber vor. Damit signalisiert der Gesundheitsminister für einen fairen Wettbewerb zu stehen und das Risiko der Manipulation des Finanzausgleichs eindämmen zu wollen", erläutern Müller und Wadenbach.

Pressemitteilung

IKK gesund plus unterstützt Gesundheitsprojekt zur Förderung der Bewegung

Tangerhütte. "Da werden unsere Kinder strahlen", erklärt Frau Christine Reising, Leiterin des Hortes der Grundschule "Am Tanger". Und dazu haben sie allen Grund. Schließlich zählen sie zu den Gewinnern der Initiative "Mehr für munter" mit der die IKK gesund plus besondere Projekte zur Förderung der Gesundheit in Grundschulen und Horteinrichtungen prämiert.
Im Rahmen der Initiative werden die Gewinner von einer unabhängigen Jury gewählt. Diese Jury ermittelt nach ausgewählten Kriterien (z. B. Innovation, Kreativität, Notwendigkeit und Bedarf) die Gewinner. Es wurden pro Quartal im Jahr 2018 bis zu drei Preisträger aus den Grundschulen und Horten ermittelt. Die Fördersumme beträgt pro Gewinner bis zu 3.000 EUR.
Und diese Fördersumme nutzt der Tangerhütter Hort, um den Hortalltag um weitere Sportmöglichkeiten zu erweitern. Mindestens 30 Kinder im Alter zwischen 6-10 Jahren werden, laut Reising, über eine speziell gegründete Sport-AG erreicht. "Wir haben dadurch nicht nur die Chance die Bewegungsgewohnheiten positiv zu beeinflussen, zusätzlich werden generell auch die schulischen und sportlichen Leistungen der Kinder gefördert", so die Leiterin des Hortes. Das Sportangebot des Hortes wird einmal wöchentlich um die Sport-AG "Klettern" ausgebaut. Neben theoretischen Inhalten zu Grifftechniken und Fußstellungen, wird vor allem das Erlernen praktischer Fertigkeiten im Vordergrund stehen.
"Die Förderung der Bewegung insbesondere im Kindesalter liegt uns sehr am Herzen", betont IKK gesund plus Pressesprecher Gunnar Mollenhauer. "Vor allem so koordinativ anspruchsvolle Bewegungen wie klettern bieten einen tollen Ausgleich, bauen Stress ab und stärken das Selbstbewusstsein."

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KV Sachsen-Anhalt und IKK gesund plus erweitern Check-up

Magdeburg. Mit der Vereinbarung zum Erweiterten Check-up für Versicherte mit Teilnahme am Hausarztprogramm beschließen die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) und die IKK gesund plus über die Regelversorgung hinaus Leistungen anzubieten. Versicherte der IKK gesund plus bekommen ab dem 35. Geburtstag weiterhin ein zweijähriges Check-up-Intervall angeboten. Zusätzlich erhalten sie erweiterte Vorsorgeuntersuchungen. Neben einem EKG zur Bestimmung der Herztätigkeit wird der vollständige Blutstatus erhoben. Darüber hinaus erfolgt eine Früherkennungsuntersuchung von Funktionsstörungen der Schilddrüse. Der neue Erweiterte Check-up der IKK gesund plus kann ab 1. Juli in Anspruch genommen werden und stellt ein Novum für gesetzlich Versicherte in Sachsen-Anhalt dar. Voraussetzung für den Erweiterten Check-up ist weiterhin die Teilnahme am Hausarztprogramm und ein Gutschein der IKK gesund plus.

Hintergrund: Nach der geänderten Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) haben Versicherte ab dem 35. Geburtstag nur noch alle drei Jahre Anspruch auf eine ärztliche Gesundheitsuntersuchung. Erstmals haben Versicherte ab Vollendung des 18. Lebensjahres bis unter 35 Jahren einmalig Anspruch auf eine ärztliche Gesundheitsuntersuchung.

Die KVSA und die IKK gesund plus sehen in der Erweiterung der ärztlichen Gesundheitsuntersuchung in der Regelversorgung einen wichtigen Beitrag, um schwerwiegende Erkrankungen rechtzeitig erkennen zu können. Insbesondere jüngere Menschen fühlen sich gesund und leistungsfähig. Sie sehen daher eine Arztpraxis eher selten von innen. "Aber einige Erkrankungen beginnen ohne Anzeichen, unbemerkt und schleichend", so Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus. "Vorsorgeuntersuchungen bieten daher die Möglichkeit, nicht nur Krankheiten früher zu erkennen, sondern die Patienten zusätzlich mit entsprechenden Gesundheitsangeboten präventiv zu versorgen."

Auch Dr. Burkhard John, Vorstandsvorsitzender der KVSA, "sieht im Erweiterten Check-up im Rahmen des Hausarztprogrammes ein sinnvolles Früherkennungsinstrument, welches durch zusätzliche Leistungsinhalte über die gesetzliche Gesundheitsuntersuchung hinausgeht. Durch die Erhebung verschiedener Laborwerte können frühzeitige Erkrankungen gezielt festgestellt und behandelt werden."

Versicherte, die an der Hausarztzentrierten Versorgung teilnehmen, können ihren Anspruch auf die Leistungen des Erweiterten Check-up durch Vorlage eines Gutscheines beim Hausarzt ausweisen. Diesen erhalten Sie in den Geschäftsstellen der IKK gesund plus.

04.07.2019
Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt und der IKK gesund plus.

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