Pressemeldungen 2020

Magdeburg. Die HBSC-Kinder- und Jugendgesundheitsstudie in Sachsen-Anhalt geht in die nächste Runde. 3.547 Schülerinnen und Schüler von 41 weiterführenden Schulen Sachsen-Anhalts hatten an der letzten Befragung (Erhebungszeitraum: 2017/18) der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Soziologie (IMS) der Universitätsmedizin Halle (Saale) teilgenommen und so dazu beigetragen, mehr über die gesundheitlichen Bedarfe von 11-, 13- und 15-Jährigen herauszufinden. Bereits der erste Projektzeitraum war von der IKK gesund plus im Rahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten finanziell unterstützt worden und auch die Folgeerhebung wird nun von der Krankenkasse gefördert.

Die HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) unter Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es bereits seit 1982 und wird in Deutschland seit 1993 durchgeführt. Alle vier Jahre werden dafür national und international Kinder und Jugendliche im Schulalter befragt. "Für Sachsen-Anhalt gab es allerdings bisher in dieser Form keine repräsentativen Daten. Mit der Befragung haben wir nun ein besseres Bild zur Jugendgesundheit in Sachsen-Anhalt bekommen", sagt Prof. Dr. Matthias Richter, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie (IMS) und Leiter des deutschen Teils der HBSC-Studie. "Die zweite Förderphase ermöglicht jetzt, Vergleichsdaten zu generieren und somit auch Trendentwicklungen beobachten zu können", fügt Dr. Irene Moor vom IMS, Ko-Leitung und Koordination der HBSC-Studie Sachsen-Anhalt hinzu. Damit trage die HBSC-Studie dazu bei, Ansatzpunkte für das Gesundheitsmonitoring des Landes Sachsen-Anhalt zu identifizieren.

"Die Möglichkeiten der HBSC-Studie Sachsen-Anhalt haben uns überzeugt und motiviert, auch den nächsten Befragungszeitraum zu fördern. Uns interessiert beispielsweise, inwiefern sich die gesundheitliche Situation der Heranwachsenden, auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Pandemie, gegenüber der vergangenen Befragungswelle verändert. Daraus können wir Ableitungen für wichtige Handlungsfelder und Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung treffen", sagt Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus.

In Anlehnung an die bundesweite HBSC-Studie wurden und werden auch in der neuen Förderphase beispielsweise die subjektive und psychosoziale Gesundheit, das Gesundheitsverhalten - das heißt auch Rauchen, Medienkonsum und tägliche Bewegung - sowie Einflussfaktoren wie der soziale Kontext aus Familie, Schule und Freunden der Heranwachsenden erhoben. Besonderes Augenmerk liegt auf dem schulischen Kontext, weshalb ganze Schulklassen befragt werden.

Erste Ergebnisse der jüngsten Erhebung zeigen unter anderem, dass insbesondere die mentale und psychosoziale Gesundheit der befragten Kinder und Jugendlichen einen wichtigen Ansatzpunkt darstellt, um das gesunde Aufwachsen der jungen Generation zu fördern. Eine große Mehrheit ist körperlich zu wenig aktiv und erfüllt die WHO-Empfehlung von 60 Minuten täglicher Bewegung nicht. Zudem kann etwa jeder Dritte als Intensiv-Nutzer von Online-Medien bezeichnet werden. Doch es gibt auch Potenziale: Die Mehrheit der Befragten beschreibt ihren Gesundheitszustand insgesamt als gut und schätzt ihre Lebenszufriedenheit hoch ein. Außerdem wird das familiäre sowie schulische Umfeld weitgehend als unterstützend empfunden.

"Eine tiefergreifende Betrachtung der Ergebnisse ist im Rahmen eines Symposiums für den Jahresanfang 2021 geplant. Der Abschlussbericht zur vergangenen Projektphase wird derzeit finalisiert und die Ergebnisse können dann umfassender erläutert und diskutiert werden", so Kristina Winter vom IMS, verantwortliche Wissenschaftliche Mitarbeiterin der HBSC-Studie Sachsen-Anhalt.

Wie für die letzte Erhebungsphase werden auch für den folgenden Befragungszeitraum (Schuljahr 2021/22) alle Regelschulen in Sachsen-Anhalt kontaktiert und zur Teilnahme an der HBSC-Studie eingeladen. Jede Schule, die sich beteiligt, erhält zudem einen eigenen Schulbericht, in dem die Ergebnisse im Vergleich zum Schultyp und im Landesvergleich aufbereitet werden. "Das hat sicherlich auch einige motiviert, bereits an unserer ersten sachsen-anhaltischen HBSC-Studie mitzuwirken und wir hoffen auch bei der neuen Erhebung viele Schulen für eine Teilnahme zu begeistern und ebenfalls mit unseren schulspezifischen Auswertungen in ihrer Arbeit unterstützen zu können", so Winter weiter.

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Gemeinsame Pressemitteilung Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der IKK gesund plus und des Universitätsklinikums Halle (Saale).

Projekt zur Gesundheitsförderung von Arbeitssuchenden präsentiert Evaluationsergebnisse 

Magdeburg. Arbeitslosigkeit bedeutet nicht nur finanzielle Einbußen, sondern kann auch den Verlust sozialer Kontakte, einer festen Tagesstruktur und von Zukunftsperspektiven mit sich bringen. Auch gesundheitliche Probleme durch fehlende Bewegung und Antriebslosigkeit z.B. können hinzukommen. An all diesen Punkten setzt das bundesweite Projekt "Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt" an, welches in Sachsen-Anhalt in den Jahren 2017 bis 2019 unter Beteiligung von sieben Jobcentern und einer Agentur für Arbeit umgesetzt wurde. Dabei sollen besonders Langzeitarbeitslose durch die Teilnahme an Maßnahmen der Gesundheitsförderung neue Impulse und Anreize für eine berufliche Neuausrichtung erhalten sowie in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden.

In die Kooperation eingebunden sind zudem das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, die Bundesagentur für Arbeit sowie das GKV-Bündnis für Gesundheit unter Federführung der IKK gesund plus. Das Projektmanagement erfolgt über die Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt (LVG). Alle beteiligten Partner hatten sich bereits zu Projektbeginn für eine interne Evaluation entschieden, um die Akzeptanz und Wirksamkeit der Maßnahmen für die Zielerreichung zu belegen. Die daraus resultierenden Ergebnisse des Erhebungszeitraumes 13.09.2017 bis einschließlich 30.09.2019 liegen nun vor. Sie zeigen die positiven Effekte, welche das Projekt für die Betroffenen hat, deutlich.

Rund 71 % der Teilnehmenden berichten von einem besseren Gesundheitsempfinden. Eine gestärkte soziale Teilhabe sowie eine physische und psychische Aktivierung sind weitere positive Effekte, welche genannt wurden. Das Angebot einer Gesundheitsleistung empfinden viele der Arbeitssuchenden als Wertschätzung, was positive Auswirkungen auf das eigene Selbstwertgefühl hat. „Dies sind Faktoren, welche die Chancen auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt immens erhöhen“, konstatiert Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration. "Denn das ist auch das Ziel dieser besonderen Angebote in Sachsen-Anhalt. Zwischen körperlicher sowie geistiger Verfassung und sozialer Eingebundenheit gibt es einen engen Zusammenhang, der durch speziell ausgerichteten Gesundheitsangebote positiv geprägt wird."

Soziale Lage, Gesundheit und Beruf sind drei Komponenten, welche sich gegenseitig beeinflussen. Dies hebt auch Martina Kolbe, Geschäftsführerin der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V., hervor: "Mit dem Projekt haben wir an zwei dieser Stellschrauben gedreht und somit Synergieeffekte geschaffen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Teilnehmern von Gesundheitsförderlichen Gruppenangeboten. Mehr als die Hälfte von ihnen gab im Anschluss an die erfolgte Maßnahme an, sich häufiger auf freie Stellen zu bewerben. Das ist ein nachhaltiger Erfolg!"

Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus, sieht in dem Ergebnis ein deutliches Signal: "Gesundheitsförderung im Beruf ist ein wichtiges Aufgabenfeld. Dieses Projekt zeigt uns aber, dass auch die Prävention in der Arbeitslosigkeit unserer verstärkten Aufmerksamkeit bedarf. Neben der höheren Erfolgsquote bei der Arbeitssuche beugen wir Erkrankungen durch soziale Isolation und Bewegungsmangel vor."

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Zusammenfassung der Evaluation

Gemeinsame Pressemitteilung des GKV-Bündnisses für Gesundheit und der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V. zum Pressegespräch mit dem Thema "Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt".   |  Foto (v.l.n.r.): Martina Kolbe, Geschäftsführerin LVG Sachsen-Anhalt; Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration; Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus

Magdeburg. Die Selbstverwaltung der IKK gesund plus lehnt die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Finanzierung der Milliardenlücke im Gesundheitsfonds entschieden ab. 
Wie die beiden Vorsitzenden des Verwaltungsrates Peter Wadenbach und Hans-Jürgen Müller auf der Verwaltungsratssitzung berichteten, soll die pandemiebedingte Lücke von über 16 Mrd. Euro im Gesundheitsfonds mit 8 Mrd. Euro aus den Rücklagen der finanzstärkeren Kassen finanziert werden. "Mit den zusätzlichen 3 Mrd. Euro – resultierend aus der Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitrages – wird ein hoher Anteil dieser Mittel allein durch die Beitragszahler aufgebracht, da nur 5 Mrd. Euro aus dem Steuertopf einfließen! Damit werden sorgfältig und solide wirtschaftende Krankenkassen und deren Versicherte und Arbeitgeber abgestraft. Vorausschauende, langfristige Finanzplanungen werden ad absurdum geführt und es werden gefährliche Fehlanreize für künftiges Kassenhandeln vermittelt. Darüber hinaus ist dies ein massiver staatlicher Eingriff in die Autonomie der Selbstverwaltung und eine unverhältnismäßige Belastung der Beitragszahler." 

Der Verwaltungsrat der IKK gesund plus ist sich einig, dass die Höhe des Bundeszuschusses deutlich zu niedrig ist. "Wir halten die Steuerfinanzierung der gesamten Summe für notwendig. Die pandemiebedingten Mehrausgaben sind schließlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es kann nicht sein, dass die selbstverwalteten gesetzlichen Krankenkassen während der Pandemie jederzeit unbürokratisch finanziell unterstützt haben, um das Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten, nun aber unverhältnismäßig zur Kasse gebeten werden. Zu den pandemieverursachten Kosten kommen schließlich auch die Mehrbelastungen aus den zahlreichen teuren Gesetzen dieser und der letzten Legislaturperiode. Als Dank, dass die gesetzliche Krankenversicherung auch gesamtgesellschaftliche Kosten vorfinanziert hat, werden diese Mehraufwendungen nun auf die Versicherten und Arbeitgeber übertragen. Das lehnen wir als verantwortungsbewusste Selbstverwaltung entschieden ab!"

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Krankenkassen schließen Kooperationsvertrag mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in Sachsen-Anhalt zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Magdeburg. Gesunde, und motivierte Mitarbeiter*innen sind die Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Wie wichtig dieses Thema ist, erkennen immer mehr Unternehmen. Um das Bewusstsein dafür weiter zu stärken haben die Krankenkassen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2017 eine professionelle Anlaufstelle zur betrieblichen Gesundheitsförderung organisiert – die BGF-Koordinierungsstelle. Um die Beratung zu den Möglichkeiten der Gesundheitsförderung auch in sozialen Einrichtungen zu erweitern wurde mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in Sachsen-Anhalt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Der bpa bildet mit bundesweit mehr als 12.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon über 450 in Sachsen-Anhalt, die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland und fördert das Gemeinwohl vieler Menschen. Zum Thema Gesundheitsförderung in sozialen Einrichtungen, insbesondere in der Pflege, ist der bpa ein idealer Ansprechpartner.

Der bpa hat den Anspruch, die zukunftsgerichtete Leistungsplattform für private Unternehmen in allen Bereichen der Pflege und Betreuung zu sein. Die Anforderungen einer wachsenden Altersgesellschaft steigen allerdings und mit ihr die Belastungen in der Pflege. Gesunde Pflegekräfte sind daher eine wesentliche Voraussetzung für eine hohe Pflegequalität in allen Pflegeeinrichtungen. Studien haben ergeben, dass die Beschäftigten von durchschnittlich höheren gesundheitlichen Beanspruchungen betroffen und entsprechend deutlich häufiger auf Grund von somatischen aber auch und insbesondere psychischen Erkrankungen arbeitsunfähig sind. Die Pflegebranche steht im Vergleich zu anderen Berufszweigen bundesweit an der Spitze längerer krankheitsbedingter Fehlzeiten sowie hoher personeller Fluktuationen. Eine professionelle Anlaufstelle zur betrieblichen Gesundheitsförderung ist daher für diese Mitarbeiter*innen ein wichtiger Baustein für gesundheitliches Wohlempfinden.

Sabine Kösling, Vorstandsvorsitzende der bpa Landesgruppe Sachsen-Anhalt, erbringt soziale Dienstleistungen mit höchstem Anspruch und sieht in der Kooperation auch eine Weiterentwicklungsmöglichkeit für die BGF-Koordinierungsstelle. "Die betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Aspekt, um die Gesundheit von Pflegekräften zu erhalten. Der Bedarf in sozialen Einrichtungen, insbesondere aber in der Pflege ist groß. Systematisch angewandtes betriebliches Gesundheitsmanagement fördert die Gesundheit von Pflegekräften, sichert ihre Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit und erhöht die Verweildauer im Pflegeberuf. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitsbelastung und Sicherung der Pflegequalität."

Auch die Verbände der Krankenkassen in Sachsen-Anhalt sehen die Notwendigkeit und entsprechenden Handlungsbedarf zur Unterstützung sozialer Einrichtungen bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. "Gerade hier ist die psychische und körperliche Belastung für die Beschäftigten enorm", so Uwe Schröder, Vorstand der derzeit federführenden Kasse IKK gesund plus. "Der Bedarf an professionellen Pflegekräften wird in den nächsten Jahren steigen. Zudem kann eine hochwertige Pflege nur gelingen, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund und motiviert sind. Daher ist die gesundheitsförderliche Gestaltung des Arbeitsalltags gleichzeitig eine Sicherung der Zukunft der Pflegeeinrichtungen. Mit dem bpa haben wir einen der wichtigsten Ansprechpartner im Bereich Pflege für die BGF-Koordinierungsstelle Sachsen-Anhalt gewinnen können."

Der Bekanntheitsgrad betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen in den Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Altenpflege einerseits und die Unterstützung durch die Krankenkassen bei der Umsetzung andererseits soll durch die Partnerschaft deutlich verbessert werden. Künftig sollen u.a. gemeinsam flankierende Informationsveranstaltungen angeboten werden, um den Einstieg in den Prozess zu erleichtern.

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(Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände der Krankenkassen in Sachsen-Anhalt und der bpa Landesgruppe Sachsen-Anhalt | Pressefoto v.ln.r.: Sabine Kösling, Vorstandsvorsitzende der bpa Landesgruppe Sachsen-Anhalt, und Stefanie Schäfer, IKK gesund plus)

Magdeburg. Die IKK gesund plus bestätigte bereits zum achten Mal ihren besonders guten Kundenservice. Wie die beiden Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Peter Wadenbach und Hans-Jürgen Müller, auf ihrer Verwaltungsratssitzung in Magdeburg berichteten, wurde die Krankenkasse vom TÜV Saarland mit dem Siegel "TÜV Service tested" ausgezeichnet. Das Siegel wird nur an Unternehmen verliehen, die beim Service besondere Leistungen erzielen. Die IKK gesund plus darf diese Auszeichnung, die auf Basis einer Kundenbefragung vergeben wurde, nun für weitere zwei Jahre für sich in Anspruch nehmen.

Laut Wadenbach und Müller wurde im Rahmen der Analyse eine repräsentative Umfrage unter den Mitgliedern der Krankenkasse durchgeführt, bei der u.a. Faktoren wie Sympathie, Erreichbarkeit, Freundlichkeit, Leistungen und Zusatzangebote, Preis-Leistungsverhältnis und fachliche Kompetenz ermittelt wurden. Der TÜV Saarland bescheinigt der IKK gesund plus eine sehr hohe Kundenzufriedenheit und verlieh das Qualitätssiegel mit der Gesamtnote "1,9".

"Das Ergebnis zeigt, dass unsere Leistungs- und Serviceorientierung von den Kunden bestätigt wird", hebt Hans-Jürgen Müller, Vorsitzender auf Arbeitnehmerseite, hervor. "Wir werden von unseren Versicherten nicht nur als Krankenkasse mit einem attraktiven Zusatzbeitrag wahrgenommen, sondern auch als hervorragender Gesundheitspartner. Dass freut uns vor allem in Zeiten, in denen bedingt durch die Corona-Krise unser Fokus auf der Versorgung der Versicherten liegen sollte."

Laut Peter Wadenbach, Vorsitzender auf Arbeitgeberseite, wird nicht nur die deutsche Wirtschaft bedingt durch die Corona-Pandemie vor vielfältige Probleme gestellt. Eine Einschätzung der finanziellen Entwicklung gestaltet sich für die gesetzlichen Krankenkassen momentan schwierig und ist seriös erst ab dem zweiten Halbjahr vorzunehmen. Von daher konzentrieren wir uns auf Dinge, die wir im Sinne unserer Versichertengemeinschaft positiv mit besonderen Angeboten beeinflussen können.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), wo momentan die Durchführung von wichtigen Gesundheitsmaßnahmen im Unternehmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fast unmöglich ist. "Wir haben ein umfängliches digitales Angebot entwickelt, um jeden Beschäftigten im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsprojektes erreichen zu können und eine erfolgreiche Versorgung mit Gesundheitsmaßnahmen während und nach der Krise zu gewährleisten. So wird trotz Corona unser Leistungsangebot und der Service im Sinne der Versicherten stetig weiterentwickelt", so Wadenbach.

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Magdeburg. Ab Montag, dem 4. Mai 2020, werden im Zuge einer schrittweisen Öffnung alle Hauptgeschäftsstellen der IKK gesund plus wieder für Besucher freigegeben.
"Dies ist jedoch nur unter Berücksichtigung bestimmter Auflagen zur Corona-Pandemie möglich" erläutert Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus. "Zum Schutz unserer Versicherten und Mitarbeiter gelten, wie überall im öffentlichen Raum, die gängigen Abstandsregelungen. Je nach Größe der Geschäftsstelle wird zudem auf eine Begrenzung der Anzahl von Besuchern geachtet. Über den Einsatz von Schutzmasken sowie der regelmäßigen
Händehygiene hinaus, sind die Beraterplätze zum Schutz vor Ansteckung mit Acrylscheiben ausgestattet."
Zusätzlich können wie gewohnt die digitalen Kommunikationsangebote sowie für Dokumente und Schriftwechsel die Briefkästen der Kundencenter genutzt werden.

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Magdeburg. Zur Risikominimierung und Vermeidung von Infektionen mit dem Coronavirus schließen wir ab 18. März vorsorglich unsere Geschäftsstellen für den Besucherverkehr und die persönliche Beratung.
Alle Kontaktkanäle der Geschäftsstellen wie Telefon, E-Mail, Fax und die Online-Geschäftsstelle bleiben verfügbar. Unsere kostenfreie Service-Hotline 0800 8579840 erreichen Sie rund um die Uhr. In dringenden Fällen können Sie einen persönlichen Termin vereinbaren.
Diese Maßnahmen sind erforderlich, um die Gefährdung besonders anfälliger Menschen möglichst gering zu halten und die Ausbreitung des Coronavirus so zu verlangsamen, dass unsere Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen vollständig arbeitsfähig bleiben. Darüber hinaus stellen wir damit den Betrieb unserer Kasse sicher.

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Bad Kösen/Naumburg. Das Pilotprojekt "Innovation, Versorgungspartner, Patient" (IVP) der IKK gesund plus steht seit 2018 für eine effizientere und engmaschige Versorgungsstruktur für Patienten mit kardiologischen oder neurologischen Erkrankungen. "Unser Ziel ist es, Versorgungslücken in unserem Gesundheitssystem zu schließen. Wir möchten den Betroffenen ein medizinisches Netzwerk bieten, in dem die verschiedenen Leistungserbringer Hand in Hand arbeiten", erläutert Angela Witthuhn von der IKK gesund plus. Sie leitet das Projekt, zu dessen sektorenübergreifendem Netzwerk, neben zahlreichen anderen Partnern, mittlerweile 15 Krankenhäuser, 815 Hausärzte und 14 Reha-Kliniken gehören.
Eine davon ist die MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II in Naumburg. Dort durfte die IKK gesund plus mit Harro Zutz nun den 2000. Patienten zur Einschreibung im Projekt IVP begrüßen. "Als ich von dem Konzept erfahren habe, war ich sehr interessiert. Wer wünscht sich nicht die bestmögliche Versorgung bei gesundheitlichen Problemen? Ich freue mich, nun ein Teil des Projektes zu sein und fühle mich rundum gut betreut", berichtet Herr Zutz.
Auch sein behandelnder Arzt Dr. med. Reinhard Leicht, Chefarzt der Kardiologie, zeigt sich überzeugt. "In vielen Fällen fehlen Schnittstellen, die dafür sorgen, dass die medizinische Versorgung strukturiert und koordiniert abläuft – auch oder gerade wenn verschiedene Leistungserbringer daran beteiligt sind. Die Patienten im IVP profitieren von einer besseren Abstimmung und einer kontinuierlichen Behandlung", erläutert er die Vorteile für die Teilnehmer.
Dass die Bemühungen um das Wohl des Patienten nicht an der Kliniktür enden, bestärkt auch Dr. med. Carsten Clewing, Chefarzt der Neurologie. "Nach der Rehabilitation entlassen wir unsere Patienten ins häusliche Umfeld oder in eine Betreuungseinrichtung. Die Behandlung ist damit aber nicht beendet, sondern bedarf eines gut organisierten Übergangs. Dank der Patientenkoordinatoren verläuft dieser Prozess nun deutlich besser, Brüche im Behandlungsverlauf werden vermieden", lautet seine Einschätzung.
Aktuell werden acht Versicherte der IKK gesund plus, welche an "Innovation, Versorgungspartner, Patient" teilnehmen, in der MEDIAN Saale Klinik behandelt. Das Projekt selbst wird aus Mitteln des Innovationsfonds finanziert und ist zunächst bis Ende 2021 befristet.

Hintergrund:
Um die Qualität in der Versorgung von Patientinnen und Patienten in Sachsen-Anhalt zu verbessern, hat sich die IKK gesund plus mit dem Projekt "IKK IVP - Innovation, Versorgungspartner, Patient" erfolgreich um die Förderung durch den Innovationsfonds beworben. Damit ist es gelungen, Fördermittel in Millionenhöhe aus dem Innovationsfonds nach Sachsen-Anhalt zu holen. Gegenstand des Projektes ist die medizinische Versorgung von Patienten mit Schlaganfall, Herzinfarkt oder einer ähnlich schwerwiegenden Akuterkrankung. Ein sektorenübergreifendes Netzwerk übernimmt dabei die Verantwortung für die Behandlung und Betreuung von Patienten. Dieses Netzwerk im Rahmen des Projektes ist einmalig und kann richtungsweisende Impulse für eine Strukturveränderung geben.

Der Innovationsfonds ist ein gesundheitspolitisches Instrument zur Förderung von Versorgungsinnovationen und Versorgungsforschung in Deutschland. Mit dem Innovationsfonds werden deutschlandweit Projekte gefördert, welche die sektorale Aufteilung des Gesundheitswesens überwinden und über die bisherige Regelversorgung hinausgehen. Ziel des Innovationsfonds ist es, die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung qualitativ weiterzuentwickeln. Das Projektbudget wird durch die Mitgliedsbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert. Im Innovationsfonds stehen insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung. Er wird über den Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) verwaltet.

07.02.2020

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(Pressefoto v.ln.r.: Frau Angela Witthuhn, Leiterin des IVP-Projektes der IKK gesund plus, Herr Dr. med. Reinhard Leicht, Chefarzt der Kardiologie, Patient Herr Harro Zutz, Frau Kerstin Budde-Große, Kaufmännische Leiterin der MEDIAN Kliniken, Herr Dr. Med. Carsten Clewing, Chefarzt der Neurologie, Patientenkoordinatorin Isabel Nickl)

Magdeburg. Gesunde, und motivierte MitarbeiterInnen sind die Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Daher haben die Krankenkassen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2017 eine professionelle Anlaufstelle zur betrieblichen Gesundheitsförderung organisiert – die BGF-Koordinierungsstelle. Um die Beratung zu den Möglichkeiten der Gesundheitsförderung auch in Betrieben und Einrichtungen rund um das Thema Pflege zu erweitern wurde neben den bisherigen Partnern, Handwerkskammer Magdeburg und Handwerkskammer Halle, dem Allgemeinen Arbeitgeberverband der Wirtschaft für Sachsen-Anhalt e.V. nun eine weitere Kooperationsvereinbarung mit dem Paritätischen Sachsen-Anhalt geschlossen. Der Paritätische ist der größte Verband der freien Wohlfahrtspflege im Land, fördert das Gemeinwohl der Menschen und ist somit ein idealer Ansprechpartner wenn es um die Gesundheitsförderung im Bereich Pflege geht.

Die Belastungen in der Pflege steigen. Pflegekräfte sind hohen Anforderungen ausgesetzt. Gesunde Pflegekräfte sind aber eine wesentliche Voraussetzung für eine hohe Pflegequalität in allen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Verschiedene Untersuchungen zu den gesundheitlichen Beanspruchungen und Belastungen in der Kranken- und Altenpflege haben jedoch wiederholt ergeben, dass die Beschäftigten von durchschnittlich höheren gesundheitlichen Beanspruchungen betroffen und entsprechend deutlich häufiger auf Grund von somatischen aber auch und insbesondere psychischen Erkrankungen arbeitsunfähig sind. Eine professionelle Anlaufstelle zur betrieblichen Gesundheitsförderung ist daher für diese MitarbeiterInnen ein wichtiger Baustein für gesundheitliches Wohlempfinden.

Anja Naumann, Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Sachsen-Anhalt, sieht in der Kooperation und der Beteiligung grundsätzlich Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die BGF-Koordinierungsstelle. "Der Bedarf in der Pflege ist groß! Systematisch angewandtes betriebliches Gesundheitsmanagement fördert die Gesundheit von Pflegekräften, sichert ihre Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitsbelastung und Sicherung der Pflegequalität."

Auch die Verbände der Krankenkassen in Sachsen-Anhalt sehen die Notwendigkeit und entsprechenden Handlungsbedarf zur Unterstützung der Pflegeeinrichtungen bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. "Gerade hier ist die psychische und körperliche Belastung für die Beschäftigten enorm", so Uwe Schröder, Vorstand der derzeit federführenden Kasse IKK gesund plus. "Speziell für Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen wird der Mindestausgabewert erhöht. Damit erhält die betriebliche Gesundheitsförderung einen Schub, der mit gesunden, motivierten und zufriedenen Beschäftigten letztlich den Patientinnen und Patienten und den pflegebedürftigen Menschen zu Gute kommt. Wir sind daher froh, mit unserer Kooperation einen der wichtigsten Pflegeverbände für die BGF-Koordinierungsstelle Sachsen-Anhalt gewonnen zu haben."

Der Bekanntheitsgrad betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen in den Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Altenpflege einerseits und die Unterstützung durch die Krankenkassen bei der Umsetzung andererseits soll durch die Partnerschaft deutlich verbessert werden. Künftig sollen u.a. gemeinsam mit dem Paritätischen Sachsen-Anhalt flankierende Informationsveranstaltungen für Betriebe angeboten werden, um den Einstieg in den Prozess zu erleichtern.

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Pressefoto (v.ln.r.: Herr Uwe Schröder und Frau Anja Naumann)

Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände der Krankenkassen in Sachsen-Anhalt und des Paritätischen Sachsen-Anhalt