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Krankenkassen schließen Kooperationsvertrag mit dem Landesverband Hauskrankenpflege

Krankenkassen schließen Kooperationsvertrag mit dem Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V. zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Magdeburg. Die körperlichen Belastungen im Bereich der Kranken- und Altenpflege sind herausfordernd. Um die Gesundheit der Mitarbeiter unter diesen Voraussetzungen zu erhalten und das Gesundheitsbewusstsein innerhalb der Belegschaft zu fördern, braucht es neben dem Engagement des Arbeitgebers einen starken Partner zur Umsetzung. Dies ist im Bereich der Pflege nun der Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V. in Zusammenarbeit mit der BGF-Koordinierungsstelle der Krankenkassen des Landes. Zum 01. November 2020 wurde der Kooperationsvertrag geschlossen und damit das Beratungsangebot der betrieblichen Gesundheitsförderung im sozialen Sektor maßgeblich erweitert.
Der Landesverband Hauskrankenpflege, seines Zeichens die stärkste unabhängige Interessenvertretung für private ambulante Pflegedienste und stationäre Träger Sachsen-Anhalts, zählt heute rund 170 Mitgliedsunternehmen. Diesen steht er mit einem breit gefächerten Informations- und Unterstützungsangebot helfend zur Seite.

Die Anforderungen in der Pflege steigen stetig – Gesunde Pflegekräfte sind eine wesentliche Voraussetzung für eine hohe Qualität in diesem Bereich. Studien haben ergeben, dass die Beschäftigten von durchschnittlich höheren gesundheitlichen Beanspruchungen betroffen und entsprechend deutlich häufiger auf Grund von somatischen aber auch und insbesondere psychischen Erkrankungen arbeitsunfähig sind. Die Pflegebranche steht im Vergleich zu anderen Berufszweigen bundesweit an der Spitze längerer krankheitsbedingter Fehlzeiten sowie hoher personeller Fluktuationen. Eine professionelle Anlaufstelle zur betrieblichen Gesundheitsförderung ist daher für diese Mitarbeiter*innen ein wichtiger Baustein für gesundheitliches Wohlempfinden.
Anja Bormann, Geschäftsführerin des Landesverbandes Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V. sieht in der Kooperation für beide Seiten einen Gewinn. "Die Anforderungen an eine betriebliche Gesundheitsförderung in Pflegeberufen ist eine andere, als im Handwerk oder im Großraumbüro. Demnach ist die Anpassung eines zielgerichteten Präventionsmanagements an diesen speziellen Berufszweig eine Herausforderung. Wird diese von beiden Kooperationspartnern bewältigt, kann sie in der Folge jedoch viel bewirken: Wir erhoffen uns einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterentlastung und Sicherung der Pflegequalität."

Auch die Verbände der Krankenkassen in Sachsen-Anhalt sehen die Notwendigkeit und entsprechenden Handlungsbedarf zur Unterstützung der häuslichen Krankenpflege bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. "Der Pflegesektor hat mit starken Strukturproblemen zu kämpfen", so Uwe Schröder, Vorstand der derzeit federführenden Kasse IKK gesund plus. "In kaum einer Branche klafft die Lücke zwischen Bedarf und gegenwärtiger Zahl der Fachkräfte so weit auseinander, wie hier – nicht zuletzt aufgrund der großen psychischen sowie physischen Belastung. Angebote der Gesundheitsförderung bedeuten auch eine Wertschätzung dieser gesellschaftlich wichtigen Arbeit und können helfen, das Berufsbild attraktiver zu machen. Dies möchten wir als Krankenkassen unterstützen. Mit dem LVHKP haben wir einen der wichtigsten Ansprechpartner für die BGF-Koordinierungsstelle Sachsen-Anhalt gewinnen können."
Künftig sollen u.a. gemeinsame Informationsveranstaltungen angeboten werden, um den Einstieg in den Prozess zu erleichtern und interessierten Einrichtungen ein umfassendes Beratungsangebot zu bieten.

30.10.2020

Pressemitteilung

Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände der Krankenkassen in Sachsen-Anhalt und dem Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V.