Insolvenzgeldumlage

Arbeitnehmer erhalten im Falle der Insolvenz ihres Arbeitgebers für maximal drei Monate Insolvenzgeld. Die Zahlungen erfolgen von der Agentur für Arbeit und werden über die Insolvenzgeldumlage finanziert. Bis auf wenige Ausnahmen sind generell alle Arbeitgeber zur Zahlung der Umlagebeiträge verpflichtet. Diese werden allein von den Arbeitgebern aufgebracht und berechnen sich unter Anwendung des jeweils geltenden Umlagesatzesaus dem rentenversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelt der Arbeitnehmer. Bis 2008 wurde die Umlage an den jeweiligen Unfallversicherungsträger gezahlt.

Seit dem 1. Januar 2009 ziehen die Einzugsstellen die Insolvenzgeldumlage zusammen mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag ein.

Erhöhung der Insolvenzgeldumlage ab 2021

Mit der Insolvenzgeldumlage werden u.a. die Insolvenzgeldzahlungen an die Arbeitnehmer gewährleistet. Diese wird allein von den Arbeitgebern aufgebracht und ist mit wenigen Ausnahmen von allen Arbeitgebern für jeden Arbeitnehmer zu zahlen. Es hat sich abgezeichnet: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie lassen einen Anstieg der Unternehmerinsolvenzen befürchten. Dieses wirkt sich auch auf den Insolvenzgeldumlagesatz aus. Aus diesem Grunde wurde im Rahmen des Beschäftigungssicherungsgesetzes (BeschSiG vom 03.12.2020) beschlossen, für das Jahr 2021 den Umlagesatz von 0,06 auf 0,12 Prozent anzuheben.