Insolvenzgeldumlage

Arbeitnehmer erhalten im Falle der Insolvenz ihres Arbeitgebers für maximal drei Monate Insolvenzgeld. Die Zahlungen erfolgen von der Agentur für Arbeit und werden über die Insolvenzgeldumlage finanziert. Bis auf wenige Ausnahmen sind generell alle Arbeitgeber zur Zahlung der Umlagebeiträge verpflichtet. Diese werden allein von den Arbeitgebern aufgebracht und berechnen sich unter Anwendung des jeweils geltenden Umlagesatzesaus dem rentenversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelt der Arbeitnehmer. Bis 2008 wurde die Umlage an den jeweiligen Unfallversicherungsträger gezahlt.

Ab dem 1. Januar 2009 ziehen die Einzugsstellen die Insolvenzgeldumlagezusammen mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag ein.

Senkung der Insolvenzgeldumlage ab 2018

In seiner Sitzung am 22. September 2017 hat der Bundesrat der Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld für 2018 auf 0,06 Prozent zugestimmt. Mit der Insolvenzgeldumlage werden u.a. die Insolvenzgeldzahlungen an die Arbeitnehmer gewährleistet. Diese wird allein von den Arbeitgebern aufgebracht und ist mit wenigen Ausnahmen von allen Arbeitgebern für jeden Arbeitnehmer zu zahlen. Sie beträgt zurzeit 0,09 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts. Zwischenzeitlich hat sich dabei eine höhere Rücklage aufgebaut. Übersteigt die Rücklage die durchschnittlichen jährlichen Aufwendungen der vorangegangenen fünf Kalenderjahre, ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales verpflichtet, die Insolvenzgeldumlage entsprechend abzusenken.