Insolvenzgeldumlage

Arbeitnehmer erhalten im Falle der Insolvenz ihres Arbeitgebers für maximal drei Monate Insolvenzgeld. Die Zahlungen erfolgen von der Agentur für Arbeit und werden über die Insolvenzgeldumlage finanziert. Bis auf wenige Ausnahmen sind generell alle Arbeitgeber zur Zahlung der Umlagebeiträge verpflichtet. Diese werden allein von den Arbeitgebern aufgebracht und berechnen sich unter Anwendung des jeweils geltenden Umlagesatzesaus dem rentenversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelt der Arbeitnehmer. Bis 2008 wurde die Umlage an den jeweiligen Unfallversicherungsträger gezahlt.

Ab dem 1. Januar 2009 ziehen die Einzugsstellen die Insolvenzgeldumlagezusammen mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag ein.

Die Entwicklung der Insolvenzgeldumlage seit 2009 in der Übersicht:

seit 2013: 0,15 Prozent
2012: 0,04 Prozent
2011: 0,00 Prozent
2010: 0,41 Prozent
2009: 0,10 Prozent

Geplante Senkung ab 1. Januar 2016

Mit der Insolvenzgeldumlage werden die Insolvenzgeldzahlungen an die Arbeitnehmer gewährleistet. Mittlerweile hat sich dabei ein kräftiges Polster aufgebaut. Übersteigt die Rücklage die durchschnittlichen jährlichen Aufwendungen der vorangegangenen fünf Kalenderjahre, ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales verpflichtet, die Insolvenzgeldumlage entsprechend abzusenken. Deshalb ist eine Senkung der Insolvenzgeldumlage ab 1. Januar 2016 auf 0,12 Prozent geplant.