Zeitumstellung – Die innere Uhr aus dem Takt

Zweimal im Jahr ereilt sie uns – die Zeitumstellung! Während die Uhren Ende März eine Stunde vorgestellt werden, springt der Zeiger im Oktober eine Stunde zurück. Eigentlich soll dies Vorteile, wie eine bessere Ausnutzung des Tageslichtes, bringen. Doch immer wieder sorgt dieses Prozedere auch für Probleme: Viele Menschen haben nach der Zeitumstellung Schwierigkeiten, wieder in ihren Rhythmus hineinzufinden. Die Folge sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsstörungen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit der Zeitumstellung am besten umgehen.

Warum stellen wir die Uhr um?

Nach der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) ticken unsere Uhren nur im Winter – Die Sommerzeit wird quasi künstlich herbeigeführt. Aber warum stellen wir die Zeiger überhaupt vor und zurück?
Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie in den 40er Jahren existierte eine "Sommerzeit", mit der das Tageslicht besser ausgenutzt werden sollte. Im Jahr 1980 wurde diese Idee aus wirtschaftlichen Gründen wieder aufgegriffen: Als Nachwirkung der Ölkrise von 1973 wollte man Ressourcen einsparen, Nachbarländer hatten es bereits vorgemacht. Tatsächlich ist dieser Nutzen bis heute stark umstritten, was auch die Umstellung der Uhr immer wieder in die Kritik bringt. Trotzdem wechseln wir nun bereits seit über 30 Jahren jährlich von der Winter- zur Sommerzeit und wieder zurück. Seit 1996 sind die Sommerzeiten in ganz Europa vereinheitlicht.

Der Rhythmus aus dem Gleichgewicht

Prinzipiell ist die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit für den Organismus schlechter verträglich, weil hier eine Stunde fehlt. Trotzdem wirkt auch die Variante des 25 Stunden-Tages wie ein kleiner Jetlag auf den Körper. Die Folge sind Müdigkeit, Verdauungsstörungen, Gereiztheit, depressive Verstimmungen und Konzentrationsschwäche. So ist zum Beispiel nachgewiesen, dass es am Montag nach der Zeitumstellung mehr Verkehrs- und Arbeitsunfälle gibt als an anderen Tagen. Menschen mit Schlafstörungen sowie ältere Personen und Kinder leiden besonders an dem Wechsel. Die Zeitumstellung bringt die innere Uhr des menschlichen Körpers aus dem Takt.

So bewältigen Sie den "Mini-Jetlag"

So bewältigen Sie den "Mini-Jetlag"

Die mit der Zeitumstellung verbundenen Beschwerden legen sich meist nach ein paar Tagen von allein, denn der Rhythmus passt sich nach und nach an die neue Zeit an. Um Ihnen die ersten Tage zu erleichtern und Nachteile durch den Wechsel zu vermeiden, können Ihnen einige unserer Tipps helfen:

  • So sollten Sie bei Schlafstörungen eher auf pflanzliche Mittel wie Hopfen und Baldrian oder Entspannungstechniken zurückgreifen, da diese sanft auf den Körper wirken.
  • Machen Sie keinen Mittagsschlaf, auch wenn Sie sich müde fühlen, denn das vergrößert die Schwierigkeiten am Abend. Eine kurze Entspannungspause ist meist ebenso erholsam.
  • Außerdem kann es hilfreich sein, einige Tage vor der Zeitumstellung bereits etwas später ins Bett zu gehen.
  • Prüfungen oder Projekte, die Ihre gesamte Konzentration benötigen, sollten Sie wenn möglich nicht auf die Tage nach der Zeitumstellung legen.
  • Versuchen Sie, im Straßenverkehr auch auf gewohnten Strecken besonders aufmerksam zu sein, um die Gefahr von Unfällen zu minimieren.