Sonnenschutz – Ihrer Haut zuliebe

Der Sommer ist für viele die richtige Zeit, um sich zu erholen, die Sonne zu genießen und gleichzeitig neue Energie zu tanken. Die Haut ist unser größtes Organ, das täglich vielfältigen Belastungen ausgesetzt wird. Einen ausgiebigen Aufenthalt im Freien - vor allem ohne Sonnenschutz - nehmen Ihnen Haut und Körper jedoch schnell übel. Von den möglichen Folgen haben Sie zumindest schon einmal gehört: Hautverbrennungen, Kreislaufzusammenbrüche oder ein Sonnenstich. Um die warme Jahreszeit unbeschwert genießen zu können, gilt es daher einiges zu beachten!

Ebenso wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle Ihrer Haut! Aus diesem Grund haben wir die Leistungen zur Hautkrebsvorsorge mit dem IKK-Gesundheitskonto über den gesetzlichen Rahmen erhöht und machen unseren Versicherten bereits ab 14 Jahren ein Angebot.

Die Sonneneinstrahlung führt nicht nur zu Verbrennungen der Haut, sie kann den ganzen Organismus in Mitleidenschaft ziehen.

  • Bei einem zu langen Aufenthalt in der prallen Sonne, möglicherweise verbunden mit körperlicher Anstrengung, verliert der Körper viel Flüssigkeit. Das kann zu einem Kreislaufzusammenbruch führen, der sich durch blasse Haut, Frösteln und einem schnellen Puls äußert. In diesem Fall legen Sie sich am besten sofort in den Schatten und nehmen ausreichend Flüssigkeit zu sich.
     
  • Bei drückend schwüler Luft und eng anliegender Kleidung kann es zu einem Hitzestau kommen, der sich durch einen hochroten Kopf, Schwindelgefühl und Bewusstseinsstörungen bemerkbar macht. Hier sollten Sie ebenfalls ein schattiges Plätzchen suchen, den Oberkörper erhöht lagern, die Kleidung öffnen und die Haut mit feuchten Tüchern kühlen.
     
  • Wer sich die Sonne stundenlang auf den Kopf scheinen lässt, riskiert einen Sonnenstich, der von Kopfschmerzen, Nackensteife und Übelkeit begleitet wird. Tritt er auf, heißt es ab in den Schatten und den Kopf mit feucht-kalten Auflagen kühlen. Kinder reagieren erst einige Stunden nach der Sonnenbestrahlung mit hohem Fieber. Da es zu einer Hirnhautentzündung kommen kann, sollten Sie sofort einen Arzt rufen.

Für viele Menschen erscheint ein ganzjährig gebräunter Körper als besonders attraktiv und erstrebenswert. Sie investieren in das persönliche „Hautkrebskonto”, denn obwohl die Zusammensetzung der UV-Strahlung im Solarium sich vom UV-Spektrum der Sonne unterscheidet, ist sie keinesfalls gesünder. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist sowohl die UV-A-Strahlung als auch die UV-B-Strahlung an der Hautkrebsentstehung beteiligt, so dass Besuche im Solarium zu früherer Hautalterung, Sonnenbrand und erhöhtem Hautkrebsrisiko führen.
Eine Urlaubsvorbereitung im Solarium ist gut gemeint, führt jedoch zu keiner maßgeblichen Erhöhung des Eigenschutzes der Haut. Die Vorbräunung erhöht nur die persönliche UV-Dosis und hat keine positiven Urlaubseffekte. Empfehlenswert ist die behutsame Gewöhnung der Haut an die Urlaubssonne.

Übermäßig genossene UV-Strahlung, egal ob natürlich oder künstlich, kann gefährliche Folgen haben. Der sicherste Schutz vor Sonnenbrand ist eine realistische Selbsteinschätzung des Hauttyps. Beobachten Sie Ihre Haut und versuchen Sie einzuschätzen, wie viel Sonne Sie tatsächlich vertragen.

  • Hauttyp 1: helle Haut mit Sommersprossen, blonde oder rote Haare, blaue oder grüne Augen, Sonnenbrandgefahr mittags nach ca. 5 bis 10 Minuten
  • Hauttyp 2: helle Haut, blonde Haare, blaue oder grüne Augen, Sonnenbrandgefahr mittags nach ca. 10 bis 20 Minuten
  • Hauttyp 3: mittelhelle Haut, dunkle Haare, braune Augen, Sonnenbrandgefahr mittags nach ca. 20 bis 30 Minuten
  • Hauttyp 4: von Natur aus dunkle Haut, schwarze oder dunkle Haare, braune Augen, Sonnenbrandgefahr mittags nach ca. 40 Minuten

Mit geeigneten Sonnenschutzmitteln lassen sich sowohl Sonnenbrand als auch andere Schädigungen durch die UV-Strahlung vermeiden. Auf folgendes sollten Sie bei der Verwendung von Sonnenschutzmitteln achten:

  • im Zeitraum April bis September Kinder vor dem Start von Kita oder Schule ausreichend mit Sonnenschutzmittel LF 50 eincremen
  • Sonnenschutzmittel bereits 20 bis 30 Minuten vor dem geplanten Aufenthalt im Freien (z.B. Strand oder Freibad) auftragen
  • möglichst alle Körperpartien einbeziehen (insbesondere Ohren, Nase, Wangenknochen, Schulter und die Füße)
  • Lichtschutzfaktor dem Reiseziel, der Aufenthaltsdauer im Freien und der Tageszeit anpassen
  • durch Schwitzen, Schwimmen und Abrieb lässt der Sonnenschutz nach – hier muss nachgecremt werden
  • die verwendete Sonnencreme sollte vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützen, denn Sonnenbrand wird hauptsächlich durch UV-B-Strahlen hervorgerufen
  • keine abgelaufenen Produkte benutzen, da der Schutz nicht mehr gewährleistet ist
  • Anwendungsempfehlungen beachten
  • möglichst auf die Sonnencreme mit dem Zusatz "Nano" verzichten

Die Sonne ist wichtig für unser Immunsystem, für die Bildung von Vitamin D und nicht zuletzt auch für unsere Stimmung. Beim richtigen Umgang mit Sonne und Sonnenschutz ist jedoch nicht jede Weisheit wahr!

So wird behauptet: Sunblocker bieten den ganzen Tag Schutz
Stimmt nicht! Der Name täuscht: Ein Sunblocker kann die Sonne nicht endlos blocken, sondern zeichnet sich nur durch einen besonders hohen Lichtschutzfaktor aus (30 und mehr). Die Gefahr dabei: Viele Menschen fühlen sich damit sicher geschützt und vergessen, den Sonnenschutz in regelmäßigen Abständen zu erneuern und vor allem gleichmäßig aufzutragen.

Übersicht der häufigsten Fehler

Gefährliche Veränderungen der Hautpigmentierung werden von den Betroffenen selbst kaum als solche wahrgenommen. Aus diesem Grund ist eine medizinische Früherkennung beim Hautarzt besonders wichtig. So wird die Chance auf eine frühzeitige Behandlung und erfolgreiche Heilung von Hautkrebs erhöht.

Vorsorge im IKK-Gesundheitskonto:
Versicherte der IKK gesund plus ab 35 Jahren können alle zwei Jahre eine qualitätsgesicherte Hautkrebsuntersuchung in Anspruch nehmen. Diese wird als "standardisierte visuelle Ganzkörperuntersuchung" durchgeführt. Darüber hinaus gewährt die IKK gesund plus einen Zuschuss von max. 30 Euro für Versicherte zwischen 14 und 34 Jahren, die Risikofaktoren aufweisen. Dieser Zuschuss kann alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden.

Infos zum Hautkrebs-Screening

Bewusst leben: Sonnenschutz

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