Frau inhaliert Kamillenaufguss mit Handtuch und Schüssel

Bewährte Helfer bei Erkältung

Es schnieft und hustet an jeder Ecke, Fieber fesselt viele Menschen ans Bett und Halsschmerzen machen das Schlucken und das Sprechen zur beschwerlichen Angelegenheit. Nasensprays oder Hustensaft aus der Apotheke versprechen zwar schnelle Linderung, gehen in manchen Fällen aber auch mit Nebenwirkungen einher und haben oft einen stolzen Preis. Tatsächlich gibt es zahlreiche Hausmittel, die die Begleiterscheinungen der Erkältung lindern und Ihnen bald wieder ein gesteigertes Wohlbefinden verschaffen. Doch welches Hausmittel hilft gegen welche Beschwerden? Wir haben Ihnen eine Übersicht der besten Helfer zusammengestellt.

Beschwerden der Atemwege werden durch Inhalation optimal gelindert, denn sie befeuchten diese und beruhigen Reizungen. Zum Inhalieren bietet es sich an, Kamillenblüten oder Salbeiblätter mit heißem Wasser in einer Schüssel aufzubrühen. Halten Sie nun Ihren Kopf, den Sie mit einem Handtuch bedecken, darüber und atmen Sie den Dampf tief ein. Vorsicht vor Verbrühungen! Um diese Gefahr zu mindern, können Sie einen Inhalator, durch den der Wasserdampf eingeatmet wird, nutzen.

Eine Spülung mit Kochsalzlösung befreit die Nase vom Schnupfensekret und spült gleichzeitig die Bakterien aus. Die Mischung sollte idealerweise 0,9 Prozent Natriumchlorid enthalten, da dies dem Salzgehalt im Blut entspricht. Die Spülung können Sie in der Apotheke erwerben oder sie zu Hause einfach selbst herstellen: Kochen Sie einen Liter Wasser in einem Topf ab und lösen Sie 2 Teelöffel voll Meersalz (Achtung: Kein Jodsalz oder Salz mit Fluorzusätzen!) darin auf. Die Flüssigkeit können Sie in entsprechende Gefäße, z.B. kleine Pumpflaschen, abfüllen und bei Bedarf verwenden.

Ihnen tut jeder Knochen weh und Bewegung wird zur Qual? Ein heißes Bad lindert schmerzende Muskeln bei Gliederschmerzen! Mit Zusätzen aus ätherischen Ölen wie Eukalyptus, Menthol oder Fichtennadeln wirkt das Erkältungsbad zusätzlich wohltuend und erfrischend. Die ideale Wassertemperatur liegt bei 38 Grad, das Bad können Sie dann 10 Minuten genießen. Wenn Sie an Fieber leiden, sollten Sie auf dieses Hausmittel jedoch verzichten, da es den Körper zusätzlich belastet.

Lecker auf dem Frühstücksbrötchen – wohltuend als Hausmittel! Honig ist bei Erkältungen ein absolutes Muss. Löffelweise eingenommen oder verrührt im warmen Tee beruhigt er den gereizten Hals und hilft so gegen Halsentzündungen. Gegen Husten wirkt eine Zwiebel, die kleingeschnitten, zerdrückt und mit dem Honig verrührt wird. Dieser natürliche Hustensaft wirkt durch die ätherischen Öle der Knolle schleimlösend und zugleich lindernd.
Durch seine Süße sind auch Kinder gern bereit, Honig als Genesungshelfer einzunehmen. Das dürfen sie jedoch erst ab einem Alter von einem Jahr, denn Honig ist ein Naturprodukt und kann bestimmte Bakterienkeime enthalten. Diese können im Darm ein Gift bilden, das so genannte Botulinumtoxin – und für die Kleinen gefährlich werden. Ab dem ersten Geburtstag ist die Entwicklung des Kindes soweit vorangeschritten, dass die Bakterien keine Gefahr mehr darstellen.

Einige Hausmittel entfalten ihre Kraft, indem sie eingenommen werden, andere wirken äußerlich. Dies ist u.a. bei Wickeln der Fall – sie können auf verschiedene Weise zum Einsatz kommen. Am bekanntesten sind wohl die Wadenwickel, die häufig gegen Fieber angewandt werden. Umwickeln Sie die Unterschenkel des Patienten dabei mit kalten, nassen Tüchern, die Sie vorher gut ausgewrungen haben. Darüber werden noch einmal trockene Tücher gelegt. Die kalten Umschläge ziehen nun die Hitze aus dem Körper und helfen, das Fieber zu senken. Wichtig ist dabei, dass der Rest des Körpers sowie die Füße des Erkrankten warm bleiben – decken Sie ihn deshalb mit einer Wolldecke zu. Dasselbe Vorgehen können Sie auch bei Bronchitis anwenden, mit dem Unterschied, dass die kühlen Wickel hier um die Brust gelegt werden. Warme Brustwickel helfen gegen festsitzenden Husten.

Gegen Halsschmerzen sind warme Kartoffelwickel eine wahre Wohltat. Dazu kochen Sie einige der Erdknollen weich und rollen sie in ein Küchentuch, sodass ein länglicher Wickel entsteht. Zerdrücken Sie die Kartoffeln vorsichtig. Das warme Tuch kann nun um den Hals gelegt und mit einem Schal oder Ähnlichem fixiert werden.

Sicher haben Sie bereits davon gehört, dass Trinken bei einer Erkältung wichtig ist. Warmer Tee unterstützt die Erholung besonders gut. Aber warum ist das so? Zum einen hält die Flüssigkeitsaufnahme die Atemwege feucht und geschmeidig, festsitzender Schleim wird verflüssigt. Das heiße Getränk regt den Körper außerdem zum Schwitzen an, was wiederrum den Genesungsprozess fördert. Besonders gut gelingt Letzteres durch Holunderblütentee, weshalb dieser bei Fieber unbedingt zu empfehlen ist. Schleimlösend wirkt hingegen Lindenblütentee, der so ein unterstützender Gesundheitshelfer bei Husten ist.

Doch nicht nur das Trinken von Tee verspricht Besserung, auch das Gurgeln mit dem Getränk kann Beschwerden lindern: Wenden Sie bei Halsentzündungen einen Aufguss aus Kamille oder Salbei an.

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